Interview mit dem Bezirksvorsitzenden des HBWE Werner Beie
E-Mail Schuirmann
E-Mail Witte
Struktur-Lenkungsgruppe legt Fahrplan vor
Interview mit dem Präsidenten des HVN
Beitrag zur Strukturreform der Kreise Cuxhaven, Diepholz, Osterholz und Verden
Auswirkungen
der Spielklassen- bzw. Verwaltungsstruktur
HVN-Erweitertes
Präsidium verabschiedet Antrag auf Strukturänderung
Gedanken
zur Strukturreform innerhalb des HBWE
Vorstandsbeschluss
Ein Plädoyer für drei Verwaltungsebenen
Die Auflösung der Handballkreise .....
Vorschlag des Handballkreises
Meinungen
HVN-News
Außerordentlicher Verbandstag 2006 – Handballkreise bleiben erhalten.
Auf dem außerordentlichen Verbandstag am 25. März 2006 in Hannover/Altwarmbüchen wurden überraschende Beschlüsse gefasst.
Es ging hauptsächlich um Satzungsänderungen hinsichtlich der Verwaltungsstruktur. Nachdem das Präsidium in mehreren ausführlichen Stellungnahmen für die Strukturveränderungen geworben hatte, legte unser Rechtswart Dietrich Liße eindrucksvoll dar, welche Folgen diese Änderungen für den Spielbetrieb an der Basis haben würden. Dem schlossen sich in geheimer Abstimmung 47 der 111 Delegierten an. Damit wurde die 2/3 – Mehrheit für die Einrichtung von Regionen und die Abschaffung der Kreisverbände deutlich verfehlt. Allerdings wurde im Anschluss daran aus dem Bezirk Hannover der Antrag auf Abschaffung der Bezirksfachverbände gestellt, der mit 78 ja – Stimmen die erforderliche Mehrheit erhielt. Mit diesem Antrag musste schon im Vorfeld bei Ablehnung der Regionen gerechnet werden.
Somit bilden ab 01. Juli 2007 die Handballkreise und Handballkreisspielgemeinschaften die einzige Verwaltungseinheit unter dem Handballverband Niedersachsen.
Es folgte eine langwierige Diskussion mit vielen Einzelabstimmungen zu den neuen Vertreter- und Delegiertenschlüsseln für das erweiterte Präsidium und für den Verbandstag.
Nach ca. 6 Stunden waren die entscheidenden Satzungsänderungen unter Dach und Fach.
Für die Ammerländer Vereine, die in der Spielgemeinschaft mit Oldenburg-Stadt und Land sowie mit Delmenhorst und Wesermarsch spielen, bleibt somit alles beim Alten.
Offen ist jedoch, was aus den Bezirksligen wird und wer die Landesligen ab dem 01. Juli 2007 führen wird.
Manfred Manske
Interview mit dem Bezirksvorsitzenden des HBWE Werner Beie
Neue OZ, Osnabrück
"Muss doch meinen Handball vertreten dürfen"
Sport regional
25.02.2006
Osnabrück bec
Gegen die Absicht des Landesverbandes, die Bezirke und Kreise im Handball aufzulösen, wehrt sich Werner Beie als neuer Vorsitzender des Handball-Bezirks Weser-Ems. "Ich muss doch meinen Handball in Sportbünden vertreten dürfen", erklärte der 68-jährige pensionierte frühere Personaloffizier, der die Bezirke als wesentliche Dienstleister in der Ausbildung und Schulung von Schiedsrichtern und Talenten sieht, im Interview mit unserer Zeitung, das folgenden Wortlaut hat:
Herr Beie, was hat Sie als Pensionär bewegt, als Vorsitzender der Kreisspielgemeinschaft Osnabrück/Tecklenburg auch den Vorsitz im Handball-Bezirk zu übernehmen? Ganz schön handball-verrückt? Sie könnten doch auch Ihre verdiente Pensionszeit anders nutzen.
Beie: Man muss schon verrückt sein. Ich habe mein ganzes Leben irgendwie für den Handball gearbeitet, seit ich mit 15 Jahren in Dortmund zu diesem Sport kam. Ich habe als Schiedsrichter hochklassig gepfiffen. Auf jetzt bezogen: Ich fühlte mich in der Verantwortung, um alles zu tun, den Bezirk zu erhalten.
Der Handball-Verband Niedersachsen will die Bezirke und die Kreise auflösen. Wie argumentieren Sie dagegen?
Beie: Die Politik hat die Bezirke abgeschafft, was der Sport jetzt auch will. Dabei haben Bezirke im Sport eine andere Bedeutung. Sie sind in erster Linie Dienstleister und ganz wichtig für die Ausbildung im Schiedsrichterwesen und in der Talentförderung. Der Fußball hat es zu Recht ganz vehement abgelehnt, die Bezirke aufzulösen. Auch die Kreise sollen aufgelöst werden. Wenn sie wegfallen, dann fehlt uns als Handball die Möglichkeit, in Sportbünden mitzuarbeiten. Ich muss doch meinen Handball im Sport vertreten dürfen. Wenn sich der Verband durchsetzt, wird uns im Handball viel verloren gehen, weil die Entfernung zwischen Vereinen und Verband einfach zu groß ist.
Wenn Kreise und Bezirke aufgelöst werden sollen: Was wird aus den Kreisspielgemeinschaften? Sie bilden mit Osnabrück und Tecklenburg gemeinsam die größte im Bezirk, die gut funktioniert.
Beie: Der Bezirk hat seit 1999 diese Kreisspielgemeinschaften. Einige sind eingetragene Vereine, die man nicht einfach so auflösen kann. Jetzt gibt es sechs Kreise bzw. Kreisspielgemeinschaften im Bezirk und dafür einen Lehrwart. Nach dem Willen des Verbandes soll es in Niedersachsen künftig höchstens zwölf Regionen geben, davon fünf im Bereich Weser-Ems, ein Bereich anstelle unserer jetzigen KSG. Damit wird für uns nicht so viel verloren gehen, weil wir schon immer auf dieser Ebene gearbeitet haben, aber bisher gab es einen Lehrwart im Bezirk, künftig einen pro Region. Das sind höhere Kosten. Und das, wo sich der Anteil der Gelder für uns reduziert. Die Kreisoberligen sollen unsere höchsten Klassen sein, die Bezirksligen wegfallen. Die Landesligen, die bisher Weser-Ems-Ligen waren, übernimmt dann der Verband und damit auch entsprechende Meldegelder.
Und wie sollen dann die Schiedsrichterausbildung und die Talentförderung funktionieren, wenn es keine Bezirke mehr gibt und die Mittel für die Regionen beschnitten werden?
Beie: Das ist ein Grund, weshalb wir gegen die Auflösung der Bezirke sind. Für die Jugendförderung hat der Bezirk bisher 33000 Euro pro Jahr eingesetzt. Mittel in dieser Höhe kann der Kreis nicht aufbringen. Das können wir uns finanziell nicht leisten. Die Reduzierung geht zu Lasten der Talentförderung. Und das, da wir gerade im A- und B-Jugend-Bereich einen erfreulichen Zuwachs haben, teilweise mehr als doppelt so viele Mannschaften im Vergleich zu anderen Kreisen.
Wie sehen Sie die Chance, sich beim Verbandstag im März gegen die Absicht des Verbandes durchsetzen zu können?
Beie: Die Mehrheit im Bezirk Weser-Ems ist gegen die Abschaffung. Ein Drittel der Stimmen auf Verbandsebene haben wir als Bezirk. Aus Lüneburg sind auch mehrere dagegen, ebenso aus dem Bezirk Braunschweig. Es könnte sein, dass wir eine gute Chance haben. Dieser Kampf läuft ja schon seit dem Jahr 2000. Beim Verbandstag 2004 war es sehr eng. Einige Kreise haben noch nicht begriffen, worum es geht.
zurück E-Mail an den Präsidenten des HVN
Betr.: Strukturreform Bezug: Dein Bericht auf der Homepage des HVN
Hallo Wolfgang,
Deinen Bericht zu der EV-Sitzung des HBWE am 01.02.06 kann so nicht im Raum stehen bleiben und entspricht nicht den Tatsachen. Ich verweise hiermit auch nochmals auf den von mir am 30.01.05 verfassten Brief bezüglich des Workshops in Hannover. Den Brief habe ich ebenfalls nochmals beigefügt. Zu Abschnitt 2 Deiner Ausführungen möchte ich bemerken, dass auf der INFO-Veranstaltung in Middels von unserer Spielgemeinschaft nur ein Verein anwesend war und zwar die HSG Varel durch den Vorsitzenden Hans Fabian. Dieser hat sich auf der INFO Veranstaltung überhaupt nicht geäußert. Ich selber habe starke Bedenken geäußert und daraufhin gewiesen, dass es durch die Bildung der Regionen keine Kostensersparnis eintritt, sondern erhebliche Mehrkosten entstehen. Es wurde vom HVN keine Kostennutzungsrechnung aufgestellt, woraus ersichtlich ist, wie und wo die Kosten durch die Bildung von größeren Einheiten gesenkt werden. Auch andere Vereine im Bezirk Weser-Ems haben sich gegen die Einführung einer Zweigleisigkeit ausgesprochen. Siehe KSG Osnabrück, wo sich alle Vereine gegen die Zweigleisigkeit ausgesprochen haben. Wenn man sich genau mit dem Satzungsentwurf für die Bildung der Regionen ansieht, würde ein großer Wasserkopf entstehen, der überhaupt nicht mehr effektiv arbeiten könnte und würde. Das Handballspielen wird durch die Bildung von größeren Einheiten nicht billiger, hier ins besondere durch notwendige Bildung alleine des Vorstandes und der Ausschüsse erheblich teuerer und die Arbeit vor bleibt auf der Strecke. Die Aussagen von Dr. Hörstmann waren nicht für die Zweigleisigkeit. Er hat lediglich drauf hingewiesen, das bei Ablehnung der Zweigleisigkeit ein Imageschaden für den HVN entstehen könnte. Hier geht es jedoch nicht um den HVN, sondern um den Handball vor im unteren Bereich. Diese Arbeit kann nur von Mitarbeitern vor Ort geleistet werden, die auch mit den Gegebenheiten vertraut sind.
Ein plötzlicher Sinneswandel bei einigen EV-Vertretern des HBWE ist nicht eingetreten, dieser liegt zumindest bei uns bereits seit dem Workshop vom 29.01.05 in Hannover vor. Ein großer Teil der EV-Mitglieder hat bereits beim Verbandstag 2004 gegen die Zweigleisigkeit gestimmt. Dass die Höhe der Abgaben der Vereine an den Verband(HVN/DHB) nur 14-15 % aller Abgaben der Vereine betragen, ist so auch nicht richtig. Der Prozentsatz auf Kreisebene im Bezirk Weser-Ems liegt bei 25- 28 %. In den höheren Spielklassen verändert sich der Satz. Aber hier geht es ja in 1. Linie um den Bereich auf unterster Ebene und diese finanzieren ja in einem nicht unerheblichen Anteil die Verwaltungen des HVN und des DHB. Wenn man bedenkt, was an die Kreise zurückfließt bzw. wie wenig an Hilfen und Unterstützung geboten, beträgt dieser Anteil vielleicht 10-15 %. Alle anderen Dienstleistungen die in Anspruch genommen werden, müssen entsprechend bezahlt werden. Dass das Pilotprojekt der Landesligen von den EV-Mitgliedern abgelehnt wurde ist eine Entwicklung, die sich aus der Beibehaltung der Bezirke ergibt. Zum anderen ist meine persönliche Meinung, das wenn dieses Projekt in den Händen des Spielausschusses des HVN gelangt wäre, sicherlich bei der Abwicklung des Spielbetriebes zu erheblichen Schwierigkeiten gekommen wäre. Diese Erfahrung habe ich persönlich im letzten Jahr insbesondere beim SRA des HVN erlebt. (Nicht verschickte Einladungen zu den Lehrgängen Zeitnehmer/Sekretär, Einladungen zu SR-Lehrgängen 3 Tage vor Lehrgangsbeginn etc.). Ich habe hierüber s.Zt. auch einen Bericht erstellt und diesen Gerald Glöde übergeben. Eine einheitliche Gebührenordnung für alle Spielgemeinschaften lässt sich alleine schon dadurch nicht erreichen, da unterschiedliche Strukturen vorhanden sind. Insbesondere werden von einigen Spielgemeinschaften Hallenkosten bezahlt, die umgelegt werden müssen. Wir sind z.B. verpflichtet die Kosten für den Hallenkoordinator in Wilhelmshaven zu zahlen. Wir haben im Bezirk Weser-Ems einen gut funktionierenden Spielbetrieb und eine vorbildliche Jugendarbeit, die vom HVN durch andere Modelle wie Stützpunkte etc. mit einem Federstrich ausradiert werden soll. Dieses ist nicht im Sinne der Mehrheit der Vereine im Bezirk Weser-Ems. Ich hoffe daher auch dem Außerordentlichen Verbandstag am 25.03.06, dass die Dreigleisigkeit erhalten bleibt und das über das Jahr 2007 weiterhin der Bezirk Weser-Ems besteht.
Mit freundlichen Grüssen
Helmut Schuirmann
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Ammerlands Handballverantwortliche und HVN-Präsident im Gespräch
Klares Votum der Ammerländer über den Verbleib in der bisherigen HKSG
Delmenhorst/Oldenburg Land/Oldenburg-Stadt/Wesermarsch
In Neuenkruge fand das Gespräch zwischen dem Vorstand und dem HVN-Niedersachsen statt. Es ging um mögliche Neugründungen von Regionen.
Soll der Handballkreis Ammerland ab der Saison 2007/2008 in der Region "Küste" mit den Kreisen Ostfriesland, Leer Aurich, Wittmund, Wilhelmshaven und Friesland spielen?
Es gab ein klares Votum, auch in Zukunft der jetzigen Handball-Kreisspielgemeinschaft zu verbleiben.
Zu diesem Gespräch, das im Zusammenhang mit der Strukturreform und der damit verbundenen wahrscheinlichen Neugründung von Regionen stand und am Freitag in Neuenkruge im Dorfgemeinschaftshaus stattfand, konnte der Vorsitzende des Handballkreises Ammerland e.V. Manfred Manske neben den Vereinsvertretern den Präsidenten des Handballverbandes Niedersachsen Wolfgang Ullrich und dessen Strukturbeauftragten für den Bezirk Weser-Ems Wolfgand Sasse begrüßen.
Zunächst erläuterte Wolfgang Ulrich die Position des HVN-Präsidiums und der für die Strukturreform eingerichteten Lenkungsgruppe. Demnach wird der jetzige Handballbezirk Weser-Ems in fünf Regionen eingeteilt. Der Handballbezirk und die Handballkreise werden dann aufgelöst. Für den Kreis Ammerland wurde vorgeschlagen, entweder in eine Region „Küste" mit den Kreisen Ostfriesland, Leer, Aurich, Wittmund, Wilhelmshaven und Friesland eingegliedert zu werden oder aber in dem jetzigen Verbund mit Oldenburg Stadt und Land, Delmenhorst und Wesermarsch zu verbleiben. Der HVN-Präsident betonte, dass man weder die Ammerländer unter Druck setzen noch zwingen wolle, einer bestimmten Region beizutreten. Jeder Kreis bzw. Verein habe das Recht, sich einer Region seiner Wahl zuzuordnen.
Anschließend machte der Rechtswart und Strukturbeauftragte des Handballkreises Ammerland Dietrich Liße für den Vorstand deutlich, dass aufgrund der positiven Erfahrungen mit den Vereinen und den Vorständen und der engen Verbindungen insbesondere mit Oldenburg und dem Umland sowie den günstigen Verkehrsanbindungen nur ein Verbleib in der jetzigen Spielgemeinschaft in Frage komme. Eine Eingliederung in eine Region „Küste“ bringe in mehrfacher Hinsicht nur Nachteile.
Die Vertreter der Ammerländer Vereine unterstützten in ihren Stellungnahmen einhellig und mit Nachdruck diese Position des Vorstandes des Handballkreises Ammerland, sodass der HVN-Präsident und auch das Mitglied der Lenkungsgruppe Wolfgang Sasse abschließend feststellten, dass sie dieses klare Votum der Ammerländer an die Lenkungsgruppe und das HVN-Präsidium weitergeben werden.

(stehend von Links nach rechts): Wolfgang Sasse, Dieter Popken, Herbert Ruseler,
unten: Dietrich Liße, HVN-Präsident Wolfgang Ullrich, Kreisvorsitzende Manfred Manske und Sabine Böckelmann
HVN-Präsident Wolfgang Ullrich
 
Bild links (von links): Uwe Rostek-Grönitz (VfL Edewecht), Hein Schmidt (Tus Augustfehn), Olaf Hillje und Jan Dieter Budde (HSG Westerstede/Zwischenahn), Hermann Sohl (SG Friedrichsfehn/Petersfehn) sowie Thomas Wessel-Terharn (Vfl Rastede).
Bild rechts: Wolfgang Ullrich, Wolfgang Sasse, Friedrich Schmacker und Olaf Oltmanns (HSG Wiefelstede/Neuenkruge)
Ma.
Handballkreis Verden e.V. Kreis Verden
Reiner Witte Zur Rampe 21 27299 Langwedel
Per E-Mail
An den Präsidenten des
Handballverbandes Niedersachsen e.V.
Herrn Wolfgang Ullrich Tel: 0 42 35/ 21 46
Sachbezeichnung ( bitte stets angeben ) Auskunft erteilt Diktat Datum
W/An 23.08.2005
HVN-Struktur
Lieber Wolfgang,
die Kreisvorsitzenden im Altbezirk Stade haben mich nochmals gebeten, den Standpunkt ihrer Vereine darzulegen. Zwischenzeitlich haben sich alle Vereine in den Kreisen gegen die Strukturreform ausgesprochen.
Nachdem die Strukturreform zunächst damit begründet wurde, die Kreise zu stärken, wurde dieser Ausgangspunkt zwischenzeitlich verworfen. Es sollen nicht nur die Bezirke, sondern auch die Kreise aufgelöst und durch sogenannte „Regionen“ ersetzt werden. Wir haben bisher nicht abschließend geprüft, inwieweit der Handballverband Niedersachsen einen eingetragenen Verein dazu zwingen kann, sich aufzulösen. Wir neigen dazu, diese Frage zu verneinen.
Wie bereits an anderer Stelle dargelegt, hatten sich die Kreisvorsitzenden mit den finanziellen Auswirkungen einer etwaigen Strukturreform beschäftigt, nachdem anlässlich der Informationsveranstaltung vom 29.01.2005 in Hannover und zahlreichen weiteren Veranstaltungen über finanzielle Einsparpotentiale berichtet wurde, die sich aus einer Strukturänderung ergäben.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir nicht erkennen, inwieweit zum Einen die Vereine, zum Anderen die Kreise durch die Struktur Gelder einsparen können. Der Verwaltungskostenanteil in unseren Bereichen ist mehr als moderat, wenn wir die Anzahl der Staffeln berücksichtigen, die im hiesigen Bereich geleitet werden.
Selbst wenn es indes vermeintliches Einsparpotential auch für die Kreise geben sollte, müssten die finanziellen Nachteile berücksichtigt werden.
Die Kreise Cuxhaven, Diepholz, Osterholz, Stade und Verden haben sich bei ihren jeweiligen Kreissportbünden vergewissert, ob sie nach wie vor Gelder erhalten, selbst wenn sie aufgelöst werden resp. keine eigenen Ligen mehr führen. Diese Frage wurde jeweils verneint.
Auch Verwaltungskostenzuschüsse seitens des Landkreises werden nicht mehr gewährt. Die Region selbst hat nach den uns erteilten Auskünften keinen Anspruch auf irgendwelche Unterstützung seitens der Kreissportbünde. Mit anderen Worten brechen Zahlungen weg, die letztlich nur durch Erhöhung der Meldegelder von den Vereinen aufgefangen werden können.
Aus unserer Sicht wäre es nicht vertretbar, wenn die Vereine bedingt durch die Struktur gegenüber dem jetzigen Stand der Dinge mehr zahlen müssten.
Diese finanziell belastende Situation für die Vereine könnte nach Angaben von Herrn Sorge vom Landessportbund nur abgemildert werden, indem sich die Vereine vor Ort zusammenschließen, um als Ansprechpartner auf Kreisebene von den Kreissportbünden akzeptiert zu werden und Zuschüsse zu erhalten.
Dies wäre in gewisser Weise grotesk.
Zunächst beschließen die Vereine, dass sich ihr Handballkreis, sei er eingetragen oder nicht eingetragen, auflöst. Im darauffolgenden Schritt wird ein neuer Zusammenschluss ins Leben gerufen, um weiterhin Gelder vom Kreissportbund und vom Landkreis zu erhalten.
Wie bereits an anderer Stelle dargelegt, ist es unseres Erachtens nicht erforderlich, sowohl die Kreise als auch die Bezirke aufzulösen und durch sogenannte „Regionen“ zu ersetzen. Die Praxis belehrt uns eines besseren. Heutzutage schließen sich die Vereine zu Spielgemeinschaften zusammen, wenn sie keinen eigenen Spielbetrieb aufrecht erhalten können. Nach unserer Spielordnung haben zwischenzeitlich die Vereine gar die Möglichkeit, in einzelnen Altersklassen Spielgemeinschaften zu bilden.
Diese Vorgabe in der Spielordnung wurde von den Kreisen zumindest in unserem Bereich mit Leben erfüllt. Soweit ein Kreis einen eigenen Spielbetrieb in einer Jugendklasse nicht mehr aufrecht erhalten konnte, hat er eine gemeinsame Liga mit einem angrenzenden Kreis gebildet.
Aus Gründen der Rechtsklarheit halten wir es nicht für erforderlich, die Kreise aufzulösen und die Bildung von Spielgemeinschaften in der Satzung zu untersagen. Die Satzung könnte dergestalt geändert werden, dass Mitglieder des HVN Kreise oder Kreisspielgemeinschaften sind. Soweit Kreisspielgemeinschaften gebildet werden, sind die Mannschaftszahlen zu addieren und der Kreisspielgemeinschaft entsprechend der in der Satzung festzuschreibenden Quote Stimmrechte einzuräumen.
Selbstverständlich kann die Bildung von Kreisspielgemeinschaften ähnlich wie bei Spielgemeinschaften der Vereine von der vorangegangenen Zustimmung des Handballverbandes Niedersachsen abhängig gemacht werden.
Selbst wenn man sich für Regionen entschiede, müssten die Kreise nicht zwangsläufig aufgelöst werden. Die Kreise könnten nach wie vor ihre bisherige Funktion beibehalten. Lediglich die Frage der Stimmrechte müsste in der Satzung neu geregelt werden.
Wie Du Dich erinnerst, war vereinbart, dass Thomas Rössing-Schmalbach, Gerald Glöde und der Unterzeichner sich zusammensetzen sollten, um zu klären, ob aus rechtlichen Erwägungen Bedenken bestehen, wenn unter den als eingetragenen Vereinen zu führenden Regionen Kreise als eingetragene Vereine bestehen bleiben.
Leider fand dieses Gespräch noch immer nicht statt, obwohl seit der Zusage bereits Monate vergingen.
Uns hat die Aussage von Gerald Glöde gegenüber Erhard Wiedwald anlässlich seiner Geburtstagsfeierlichkeiten mehr als überrascht.
Bisher wurden in den hiesigen Regionen zwei Denkmodelle vorgestellt. Entweder sollte eine Region bestehend aus Osterholz, Cuxhaven, Rotenburg, Stade, Diepholz und Verden oder zwei Regionen gebildet werden, wobei eine Region sich aus Verden und Diepholz und die andere Region sich aus den übrigen Kreisen zusammensetzen soll.
Anlässlich der Geburtstagsfeierlichkeiten erklärte Gerald Glöde, der Kreis Verden könne auch eine eigene Region bilden.
Nach den uns erteilten Informationen erfüllt der Handballkreis Verden nicht die Mindestvoraussetzungen, die der HVN an eine Region stellt.
Es sollen durchgängig eigene Staffeln bestehen. Die Schiedsrichterausbildung und Schiedsrichterschulung soll gewährleistet sein. Es soll eine Trainerausbildung gewährleistet sein. Eine Auswahl und ein Fördersystem soll bestehen.
Eine Anbindung an die Schule sowie Jugend trainiert für Olympia muss bestehen.
Eine Vielzahl des Anforderungsprofils erfüllt der Handballkreis Verden nicht und kann er auch nicht erfüllen.
Anlässlich des heute mit Helmut Masemann geführten Telefonats erklärte Gerald Glöde, der Kreis Verden könne mit Osterholz und Teilen Diepholz eine Region bilden.
Wir vermögen diese Aussagen nicht einzuordnen und gewinnen mehr und mehr den Eindruck, als sei die Struktur auch nach jahrelanger Diskussion nicht durchdacht!
Die Mitglieder des HVN sind bisher noch nicht darüber unterrichtet worden, ob die Kreise nun aufgelöst oder verschmolzen werden sollen, um eine neue Region zu vertreten.
Wir wissen ebenso wenig, ob und wenn ja wer zukünftig Staffelleiter sein wird. Auch die Frage im Zusammenhang mit den jetzt bestehenden technischen Kommissionen ist ungeklärt. Ob das Problem der Gerichtsbarkeit mittlerweile gelöst werden konnte, vermögen wir nicht zu beurteilen.
Wir haben Verständnis dafür, wenn der HVN die Struktur aus seiner Sicht vereinfachen möchte. Wir geben indes nochmals zu bedenken, dass eine Struktur sich nicht in erster Linie an den Arbeitsabläufen der Geschäftsstelle orientieren darf. Dort sind hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Das Wohl der Sportler und Vereine muss primär gewährleistet werden.
Für die Sportler und Vereine bringt die angedachte Strukturreform auch nach mehr als zweijähriger Diskussion mehr Fragen und Unwägbarkeiten als Antworten und Lösungsvorschläge. Die Spieler und Vereine müssen möglicherweise ohne Not weitere Fahrten auf sich nehmen. Neben dem zusätzlichen Zeitaufwand werden insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Benzinpreise deutlich höhere Kosten entstehen.
Es wird wohl eine Frage der Zeit sein, wann die Fahrtkosten für die Schiedsrichter, Zeitnehmer und Sekretäre erneut erhöht werden. Die Schiedsrichter werden angesichts der steigenden Benzinpreise kaum bereit sein, weitere Fahrten durchzuführen und die Kosten auch noch selbst finanzieren zu müssen.
Selbst wenn die angedachte Änderung der Reisekostenrichtlinien auf € 0,19 pro Kilometer umgesetzt wird, wird dies gegenüber den ehrenamtlichen Schiedsrichtern etc. wohl nicht weitergegeben werden können. Kurzum werden sich bei weiteren Fahrten zwangsläufig über kurz oder lang höhere Meldegelder ergeben.
Im Rahmen der bisherigen Strukturdiskussion wurden aus der Sicht des HVN folgerichtig nur die positiven Ansätze vorgestellt. Im Rahmen einer ausgewogenen Betrachtung dürfen indes die Auswirkungen auf alle Beteiligte nicht unberücksichtigt bleiben.
Zumindest für den hier in Rede stehenden Bereich wird es eine Vielzahl des Einsparpotentials nicht geben. Ganz im Gegenteil überwiegen die finanziellen Nachteile.
Wir halten es auch für wenig hilfreich, wenn die Regionen finanziell vom Handballverband Niedersachsen abhängig sind. Bisher waren die Kreise weitestgehend finanziell unabhängig. Zukünftig werden die Regionen mehr denn je von der finanziellen Situation des Handballverbandes Niedersachsen abhängig sein.
Eine unternehmerische Fehlentscheidung des Handballverbandes Niedersachsen wird zwangsläufig ungeahnte Konsequenzen für den Handballsport in Niedersachsen haben.
Abschließend sei daran erinnert, dass bisher jede Zerschlagung von Keimzellen zu einem gravierenden Aderlass führte.
Es sei in diesem Zusammenhang exemplarisch die Auflösung der kleinen Schulen vor Jahrzehnten angeführt. Die Auflösung der kleinen Schulen führte zu einem Aderlass bei vielen Vereinen und dem Rückgang der Mannschaftszahlen. Seinerzeit hatte dies noch keine demographischen Ursachen.
Wir hoffen zuversichtlich, dass unsere Anregungen und Bedenken nunmehr zumindest zu dem seit langem ins Auge gefassten Gespräch mit Thomas Rössing-Schmalbach und Gerald Glöde führen wird.
Mit freundlichen Grüßen
- Reiner Witte -
Im Namen der Kreise und zugehörigen Vereine
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Struktur: Info-Veranstaltung ist terminiert
HVN |
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Das Erweiterte Präsidium (EP) des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) hatte Anfang März die Durchführung von dezentralen Informationsveranstaltungen zum Thema „Strukturreform“ beschlossen. Die mit Strukturfragen beauftragte Lenkungsgruppe hat bei ihrer gestrigen Sitzung in Hannover unter Leitung von HVN-Präsident Wolfgang Ullrich (Duingen) Termine und Orte bekannt gegeben. Die Vereine erhalten gesonderte Einladungen.
Freitag, 13. Mai 05 , 19.00 Uhr in Oldenburg „Hotel Heinemann“
Alle Vereine aus dem Ammerland/ Delmenhorst/Oldenburg und Wesermarsch müssen zu dieser überaus wichtigen Sitzung ihre Vertreter entsenden. Auch müssen alle Kreisvorstände vollzählig anwesend sein. Die Vereine reisen auf eigene Kosten. Der Kreisvorstand hat Fahrgemeinschaften zu bilden.
Termin unbedingt vormerken !!!
Hintergrund der Strukturreform ist ein Beschluss des Verbandstages vom 27. März 2004, wonach sich der Verband spätestens ab dem Verbandstag 2007 nur noch in zwei Verwaltungsebenen gliedern soll. Statt wie bisher drei (Verband - Bezirke – Kreise) soll es dann nur noch zwei Ebenen geben: Verband und Regionen. |
Zwischenergebnisse der Arbeitsgruppe Strukturreform
Liebe Sportfreunde,
der Handball-Kreis Diepholz hat während des Kreistages im Juni 2004 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die vom Handbail-Verband Niedersachsen eingeleiteten Strukturreform auf Kreisebene begleitet. Neben dem Vorsitzenden des Handball-Kreises, Dieter Lindenberg, und dessen Stellvertreter „Spieltechnik", Karl-Heinz Tabens, arbeiten Hermann Iden, Ulrich Preen und ich als Vertreter der Vereine mit.
Nach den ersten vier Arbeitsgruppensitzungen wollen wir voraussichtlich im Februar mit den Vertretern der Vereine die Situation erörtern.
Vorab informieren wir Euch heute über den derzeitigen Stand der Überlegungen.
01) Die Arbeitsgruppe (AG) begrüßt die vom Handball-Verband Niedersachsen (HVN) im Rahmen der Strukturreform eingeleitete Spielklassenreform, vor allem das Ziel „Kurze Wege für kurze Beine".
02) Die AG unterstützt die gemeinsame Erklärung der Vorsitzenden der Kreise Cuxhaven, Diepholz, Osterholz, Stade/Rotenburg-Nord und Verden/Rotenburg-Süd gegenüber dem Handball-Verband Niedersachsen, nach der in den Kreisen unterhalb der zukünftigen Kreisoberligen (derzeit Bezirksligen) ein jeweils eigenständiger Spielbetrieb aufrecht erhalten werden soll.
03) Die AG stellt fest, dass der überwiegende Teil der Mitgliedsvereine des Handball-Kreises räumlich in Randbereichen des Flachenkreises Diepholz ansässig ist.
04) Um dem Ziel „Kurze Wege für kurze Beine" näher zu kommen, empfiehlt die AG ab der Saison 2005/2006 für die Altersklassen G-Jugend bis einschließlich C-Jugend eine zeitlich unbefristete Kooperation mit den Nachbarkreisen Bremen, Delmenhorst, Nienburg, Oldenburg-Land und Verden beziehungsweise den jeweils zuständigen Handball- Kreisspielgemeinschaften
05) Nach bisherigen Erkenntnisse der AG stimmen die Handball-Kreise Delmenhorst, Oldenburg-Land und Nienburg der unter Punkt 04) genannten Kooperation zu.
06) Die AG empfiehlt, den Mitglieds-Vereinen selbst zu überlassen, welchen Kooperations- Kreis sie wählen.
07) Die AG spricht sich dafür aus, im Handball-Kreis Diepholz für Damen und Herren sowie die Altersgruppen A-Jugend und B-Jugend einen eigenständigen Spielbetrieb zu organisieren. Ist aufgrund der Anzahl der gemeldeten Mannschaften ein eigenständiger Spielbetrieb in einer Altersgruppe nicht möglich, sollte jeweils befristet für eine Saison nach Punkt 04) verfahren werden.
08) Die AG empfiehlt dem Vorstand des Handball-Kreises, mit den möglichen Kooperationspartnern zu erörtern, welcher Kreis die Leitung einzelner Staffeln übernimmt.
09) Die AG spricht sich dafür aus, dass für eine jede Staffel das Schiedsgericht des Kreises zuständig ist, der die jeweilige Staffelleitung übernommen hat.
10) Die AG empfiehlt, dass bei Bedarf die Schiedsrichter von den Kreisen anzusetzen sind, in denen sich die Spielorte befinden.
11) Die AG spricht sich dafür aus, dass Meldegelder für einzelne Mannschaften an die Kreise zu zahlen sind, die die jeweilige Staffelleitung übernommen haben.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den oben genannten Punkten nur um Vorschläge der Arbeitsgruppe handelt. Weitere Erläuterungen sind für die Informationsveranstaltung im Februar vorgesehen.
Die Vereine des Handball-Kreises Diepholz sollten sich darauf einstellen, dass die Mannschaftsmeldungen für die Saison 2005/2006 kurzfristig abgerufen werden.
Für Fragen stehen Euch alle Mitglieder der Arbeitsgruppe zur Verfügung. Mit freundlichem Gruß
gez. Garsten Schlotmann
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Struktur-Lenkungsgruppe legt Fahrplan vor
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Die Struktur-Lenkungsgruppe des HVN tagte am Samstag in Hannover. Dabei ging es besonders um Anforderungsprofile, die die neu zu schaffenden Regionen künftig erfüllen müssen. In vier Arbeitsgruppen wird nun festgelegt, welche speziellen Aufgaben in den Bereichen Spielbetrieb, Ausbildung, Jugend und Verwaltung durch die Regionen erledigt werden sollen.
Der Terminplan sieht folgendes vor:
22. Januar 2005
nächste Sitzung der Lenkungsgruppe;
29. Januar 2005
Informationsveranstaltung mit den Vorsitzenden der Kreise und Bezirke;
Ende März 2005
Sitzung des Erweiterten Präsidiums;
April – Juni 2005
Informationsveranstaltungen in den geplanten neuen Regionen für Vereine.
Hintergrund
Der Verbandstag des HVN hatte im März 2004 beschlossen, dass ab 2007 eine Verwaltungsebene im HVN wegfallen soll. Statt wie bisher drei Ebenen (Kreise – Bezirke – Verband), soll es dann nur noch zwei Ebenen (Verband und Regionen) geben. Das Erweiterte Präsidium des HVN hatte daraufhin die Lenkungsgruppe eingesetzt. Diese besteht aus den Mitgliedern des Geschäftsführenden HVN-Präsidiums, Wolfgang Ullrich (Präsident), Wolfgang Gremmel (Finanzen), Thomas Rössing-Schmalbach (Recht) und Gerald Glöde (Geschäftsführer) sowie jeweils einem Vertreter der Bezirke: Holger Klingebiel (Hannover), Wolfgang Sasse (Weser-Ems), Hans-Werner Schmidt (Lüneburg) und Dieter Hummes (Brausnchweig).
Ziel ist eine Strukturreform („Zwei-Ebenen-Modell“) zum Verbandstag 2007.
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Interview
Der Handballverband Niedersachsen ist im Umbruch begriffen. Trotz vieler Veröffentlichungen von verschiedenen Seiten herrschen bei vielen niedersächsischen Vereinen noch Unklarheit und Ungewißheit darüber, was mit den beabsichtigten Veränderungen auf sie zu kommt. Zu diesem Zweck führten wir ein Gespräch mit dem Präsidenten des Handballverbandes Niedersachsen e.V. (HVN) Wolfgang Ullrich.
Von Manfred Manske
Herr Ullrich, der Handballverband Niedersachsen e.V. (HVN) hat beim Verbandstag in Hermannsburg beschlossen, seine Verwaltung in zwei Ebenen neu zu strukturieren. Damit fällt eine (Verwaltungsebene) der jetzigen 3 Ebenen (HVN-Bezirke-Kreise) weg.Da mit dem HVN die eine Verwaltungsebene feststeht, geht es nur noch um die zweite.
Gibt es für das Präsidium des HVN bzw. für Sie als dessen Präsident in dieser Hinsicht irgendwelche Präferenzen?
Ullrich:
Es gibt keinerlei festgeschriebene Vorgaben aus bestimmter Sichtweise. In Zeiten geringerer Mittel steht eine Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung sportlicher Aspekte sicherlich weit oben in den zurzeit laufenden Überlegungen. Ergänzend bleibt zu sagen:
Wenn alle Bewertungskriterien vorliegen und die Diskussion darüber stattfindet, wird auch das Präsidium seine Erfahrungen und Überlegungen einbringen. Ich gehe davon aus, dass dieses im Januar/Feb. 2005 der Fall sein wird. Wir werden sicherlich nicht durch Vorabinformationen eine sachliche und objektive Diskussion beeinflussen.
Frage:
Der Handballbezirk Weser-Ems e.V. (HBWE) hat in seiner erweiterten Vorstandssitzung am 6. September 04 einstimmig beschlossen, dass er auch nach einer Strukturreform in seinen neu eingerichteten und bewährten Handballkreisspielgemeinschaften (HKSG) weiter arbeiten will.
Steht das im Widerspruch zu den beabsichtigten Maßnahmen des HVN bei der Entscheidungsfindung?
Ullrich:
Da derzeit alle Fakten und Wägbarkeiten zusammengestellt werden, kann solch eine Frage weder mit Ja oder Nein beantwortet werden.
Da es auch zu diesem Zeitpunkt logischerweise keine beabsichtigten Maßnahmen außer dem Verbandstagsbeschluss gibt, kann es auch keine Form eines Widerspruchs geben.
Frage:
Anders als die Bezirke Hannover, Braunschweig und Lüneburg muss im Bereich des Bezirkes Weser-Ems insbesondere die Großflächigkeit dieses Gebietes und damit möglicherweise deutlich längere Wege und höhere Fahrtkosten, wenn die Verwaltungseinheiten größer als bisher werden, bei dieser Reform gesehen werden.
Ist das ein Punkt, den der HVN bei der Entscheidungsfindung berücksichtigen wird?
Ullrich:
Zuerst einmal sollte festgehalten werden, dass wir alle der HVN sind. Es kann nicht sein, dass hier der Eindruck erweckt wird, es gäbe „die da oben und die da unten“.
Zurück zur Frage: „Es muss natürlich betrachtet werden, wie Wege und Kosten sich entwickeln bzw. tragbar sind in neu zu fassenden Einheiten. Lassen sie uns doch nun einmal die Kriterienliste abwarten.
Frage: Steht auch die Eigenständigkeit der Handballkreise auf dem Prüfstand?
Ullrich:
Wieder solch eine Frage, die Grundlagen voraussetzt Sie ist in diesem frühen Stadium wieder nicht zu beantworten. Erst wenn alle Fakten wie Spielbetrieb, Aus –und Fortbildung (in allen Bereichen), Mitgliedergewinnung u.a. bewertet worden sind, kann der Handballsport sagen, wie er sich zukünftig ordnen will und geordnet werden soll. Dann ist diese Frage sicherlich ebenfalls zu bewerten. Natürlich unter den o.a. Aspekten.
Frage:
Rechnen Sie damit, dass die letztendlich vom Präsidium zu erstellende Beschlussvorlage auf dem Verbandstag eine deutliche Mehrheit erhalten wird?
Ullrich:
Diese Frage ist in dieser Form nicht sachgerecht. Das Erweiterte Präsidium wird eine mögliche Beschlussvorlage einem Verbandstag vorlegen. Das Präsidium ist in dieses Gremium eingebunden. Alle Vorlagen für die Entscheidungsfindung des EP werden über eine Lenkungsgruppe, in der auch Vertreter aller vier Bezirke vertreten sind, nach ausführlichen Diskussionen, wiederum unter Beteiligung aller Kreise und Bezirke, zusammengestellt.
Der wegweisende Zeitraum wurde von mir oben bereits erwähnt.
Es gibt derzeit keinerlei Festlegungen in die eine oder andere Richtung. Dies ist den Vertretern des EP im HVN im November und auch denen des Bezirkes Weser –Ems ebenfalls auf einer EP - Sitzung Ende November verdeutlicht worden.Es ist bedauerlich, wenn sachliche Informationen immer wieder subjektiv ausgelegt werden Unbeabsichtigt oder auch nicht… . Die Betrachtung überlasse ich jedem selbst.
Ich werde meine Diskussionsbeiträge weiterhin sachlich führen. Mit dem gesamten Präsidium werden wir mit versuchen eine Lösung zu finden, die dem Handball in Niedersachsen dient und voranbringt.
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Beitrag zur Strukturreform der Kreise Cuxhaven, Diepholz, Osterholz und Verden
2.Stellungnahme vom 12.12.2004 an den Präsidenten des HVN
Nachdem wir Vorsitzenden der Kreise, die wir unseren Spielbetrieb zusammen mit dem Bremer-Handball-Verband e.V. (BHV) durchführen, unsere Gedanken zur Strukturreform am 30.10.2004 dem Präsidium des Handball-Verband-Niedersachsen e.V. (HVN) mitgeteilt haben, haben wir am 10.12.2004 gemeinsam versucht, unsere grundsätzlichen Überlegungen auf die Gegebenheiten im Norden von Niedersachsen zu konkretisieren.
Die Vorsitzenden bzw. ihre Vertreter oder Beauftragten treffen für die nach dem vom Verbandstag 2004 beschlossenen Vertrag mit dem BHV betroffenen Kreise Cuxhaven, Diepholz, Osterholz, Stade/Rotenburg-Nord und Verden/Rotenburg-Süd einstimmig folgende Aussagen:
unsere Kreise sind auch in Zukunft Willens und in der Lage, einen eigenständigen Spielbetrieb unterhalb der Kreisoberliga durchzuführen.
Sollte in Spielklassen nicht die erforderliche Anzahl von Mannschaften gemeldet werden, wird auf kurzen Wegen eine einvernehmliche Lösung mit dem/den Nachbarkreis(en) vereinbart.
Ein vertraglicher Zusammenschluss mit anderen Kreisen zu einer Handballkreisspielgemeinschaft wird abgelehnt.
Es werden zwei Kreisoberligen gebildet unter Einbeziehung der Mannschaften aus dem Verbandsgebiet Bremen (Städte Bremen und Bremerhaven):
KOL Süd mit Bremen, Diepholz, Osterholz und Verden/Rotenburg-Süd
KOL Nord mit Bremerhaven, Cuxhaven, Stade/Rotenburg-Nord.
Die Leitung dieser Ligen liegt in den Händen des BHV.
Die Anzahl der Mannschaften in beiden KOL sollte 12 nicht übersteigen.
Die Grundausbildung von Schiedsrichtern, sowie die Talent- und Leistungsförderung wird nach den Richtlinien des HVN von den Kreisen durchgeführt. C-Trainer melden sich zur Ausbildung möglichst in der Nähe ihrer Wohnorte, unabhängig vom Veranstalter, an.
Ohne Vorgriff auf das zukünftige Konzept des HVN zur Talent- und Leistungsförderung ist festzustellen, dass eine gemeinsame Sichtung des Nachwuchses unserer Kreise durchaus sinnvoll scheint.
Auch wenn unsere Kreise eine besondere Einheit im HVN bilden, die man auch als „Region“ bezeichnen könnte, ist aufgrund der räumlichen Ausdehnung und der Verzahnung mit dem BHV es nicht sinnvoll, einen einzigen Ansprechpartner für das Präsidium zu installieren. Jeder unserer Kreise – grundsätzlich jeder selbständige Kreis sowie die Kreisspielgemeinschaften - muss auch in Zukunft direkt vom Präsidium angesprochen werden.
Wir hoffen, diese Konkretisierung unserer Vorstellungen trägt hilfreich zur Diskussion über die zukünftige Struktur des HVN bei.
Mit freundlichen Grüßen
im Namen der Kreisvorsitzenden Cuxhaven, Diepholz, Rotenburg, Stade, Verden
Peter Giesegh
Vorsitzender HSG Bremervörde/Stade 1. Stellungnahme:
Die Spielklassenstruktur ab 2005 ist auf den Weg gebracht. Aber was ist mit der Reform der Struktur des Handball-Verband(es)-Niedersachsen e.V. (HVN) ?
Auf dem Verbandstag am 27.03.2004 wurde mehrheitlich beschlossen, dass sich
-der HVN spätestens ab 2007 in zwei (2) Ebenen gliedert
- das Erweiterte Präsidium (EP) dazu die notwendigen Schritte vornehmen soll.
Aber welche der bisher drei (3) Ebenen soll wegfallen ?
Was ist seit dem Verbandstagsbeschluss geschehen ?
- das EP hat eine Lenkungs gruppe berufen. Und ..... ?
Die Lenkungsgruppe versteht sich nach dem Protokoll ihrer Sitzung und dem Brief des Präsidenten vom 2.7.04 als Steuerungs- und Aufsichtsinstitution. Wenn die Lenkungsgruppe nur steuern und beaufsichtigen will, wer erarbeitet dann das Konzept, das unsere Zukunft werden soll ? Wer übernimmt die lt. Lenkungsgruppe zentrale Aufgabe, „ die optimale Zahl von Ansprechpartnern unterhalb der Verbandsebene“ zu finden ? Wer hat diese Aufgabe überhaupt gestellt ? Jedenfalls nicht der Verbandstag !
Die Vorsitzenden der Kreise, die ihren Spielbetrieb mit dem Bremer-Handball-Verband zusammen durchführen, können die Zeit des Zögerns, diesen zu langwierigen Prozess der Vorbereitung einer Entscheidung, nicht länger hinnehmen.
Unsere Überlegungen und Forderungen bringe ich Ihnen, liebe Handballfreunde, als Verantwortliche an der Basis unseres Verbandes, sowie den Mitgliedern der Lenkungsgruppe
im folgenden zur Kenntnis.
Beziehen Sie unsere Gedanken bitte in Ihre Überlegungen mit ein und berücksichtigen Sie sie bei Ihren Entscheidungen.
Bedenken Sie, wir, die Kreise, sind die Träger des HVN und das Sprachrohr der Vereine.
Grundlage für einen neu strukturierten HVN muss daher sein:
- die Beschränkung auf zwei Ebenen wird durch den Wegfall der Ebene „Bezirk“
erreicht !
- Kreise, die in der Lage sind, einen eigenen Spielbetrieb für ihre Vereine zu
organisieren, und die Aus- und Weiterbildung Richtlinien konform gewährleisten
können
und
- Kreisspielgemeinschaften (HKSG) ,die durch den freiwilligen Zusammenschluss von
mehreren Kreisen die effizientere Durchführung ihrer Aufgaben für die Vereine
dieser Kreise sichern,
bilden gleichberechtigt die untere, die zweite Ebene.
Solange die Landkreise und Kreissportbünde für die Vereine unserer Ebene zuständig sind,
sind wir für die Vertretung unserer Vereine im HVN zuständig. Es darf/kann nicht sein, dass „funktionierende“ Kreise geopfert werden für eine der ersten Ebene ggf. genehmere Organisationsform. Solange wir Kreise in der Lage sind, unsere Aufgaben zur Förderung des Handballsports und unserer Vereine wahrzunehmen, ist unser Fortbestand sicher zu stellen. Anderenfalls droht ein Verlust von „man-power“ und Identifikation mit der Ebene. Es darf schlussendlich auch nicht vergessen werden, dass jede Auflösung/Verschmelzung – oder was soll es sonst eigentlich werden ? – von Kreisen in der Form des eingetragenen Vereins erhebliche rechtliche und steuerliche Probleme mit sich
bringt.
Auf der Basis von Kreisen und HKSGen, die ja bereits zahlreich freiwillig gebildet worden sind aufgrund der geringen Mannschaftszahlen in einzelnen Kreisen und auch in Zukunft gebildet werden können, ergibt sich sicherlich eine größere Zahl von Ansprechpartnern für den HVN. Gleichzeitig erhält der HVN aber auch den direkten Kontakt zur Ebene, wo die
Arbeit geleistet wird. Die Mitbestimmung in den verschiedenen Gremien des Verbandes und die finanzielle Ausstattung der Basis aus Mitteln des Verbandes müssen durchgängig durch die Anzahl der an der Basis aktiven Mannschaften sichergestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
im Namen der Kreisvorsitzenden
Cuxhaven, Diepholz, Osterholz, Verden
Peter Giesegh
Vorsitzender HSG Bremervörde/Stade
Anmerkung des Vorstandes des HK Ammerland e.V.:
Dieses Schreiben wurde dem EP des HVN zu seiner Sitzung am o6.1.04 vorgelegt.
Genehmigung zur Veröffentlichung liegt vor.
Manfred Manske
Vorsitzender
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HBWE für den Erhalt der 6 Kreisspielgemeinschaften
Auf seiner Sitzung am 06.09.04 in Cloppenburg, an der für das Ammerland der HK-Vorsitzende Manfred Manske und als Vereinsvertreter Dietrich Liße teilnahmen, fasste der Erweiterte Vorstand des Handballbezirks Weser-Ems zwei für die kommenden Monate wichtige Beschlüsse. Zum einen wurde einstimmig festgestellt, dass der HBWE-Vertreter im Lenkungsausschuss des HVN, Wolfgang Sasse, an die Beschlüsse des Bezirks gebunden ist, also ein imperatives Mandat hat. Zum anderen wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, dass der HBWE den HVN auffordert, bei der Umsetzung der Beschlüsse des Verbandstages in Hermannsburg die sechs neu gegliederten Handballkreisspielgemeinschaften als Verwaltungseinheiten zu akzeptieren.
Vorausgegangen war die Einsetzung eines Lenkungsausschusses durch das Präsidium des HVN, der die Beschlüsse von Hermannsburg in entsprechende Empfehlungen für den nächsten Verbandstag umsetzen soll. Die vier Bezirke sind in diesem Ausschuss mit je einem Sitz vertreten. Auf der ersten Sitzung dieses Lenkungsausschusses vertraten die Präsidiumsmit-glieder die Auffassung, dass es für die Bezirksvertreter im Ausschuss kein imperatives Mandat gebe, d.h. dass sie nicht an die Beschlüsse ihres Bezirks gebunden seien. Dies wurde vom EV des HBWE auf Vorschlag der Ammerländer Vertreter eindeutig zurückgewiesen und Wolfgang Sasse beauftragt, nur gemäß den gefassten Beschlüssen des Erweiterten Vorstands zu handeln.
Der zweite einstimmig gefasste Beschluss bezog sich auf die Vorgabe des Lenkungsausschusses, als untere Verwaltungseinheiten nun doch wieder 8 oder 9 Regionen einzurichten und die Bezirke, Kreise und Kreisspielgemeinschaften als Verwaltungseinheiten aufzulösen.
Dazu ist festzuhalten, dass der Präsident des HVN, Wolfgang Ullrich, von seiner Zusage, die politischen Kreise in der Struktur der Handballverwaltung erhalten zu wollen, weit abgerückt ist. Da der Handballbezirk Weser-Ems sich gerade in den letzten zwei Jahren in den neuen Handballkreisspielgemeinschaften (HKSGs) neu gegliedert hat und der Spielbetrieb in diesen neuen Strukturen reibungslos läuft, ist nicht nachzuvollziehen, warum diese schon recht großen Verwaltungseinheiten wieder aufgelöst werden sollen um noch wesentlich größere Regionen als Verwaltungseinheiten zu bilden. So soll der Bezirk Weser-Ems in zwei oder höchstens drei Regionen eingeteilt werden, in denen das Ammerland und Oldenburg Stadt und Land zusammen mit der Wesermarsch und Wilhelmshaven, Wittmund und Friesland bis Ostfriesland einschließlich Aurich, Emden und Norden zu einer Region als unterste Spielinstanz zusammengefasst werden sollen. Diese Vorgabe stieß auf den einhelligen Widerstand des Erweiterten Vorstandes, der beschloss an den sechs HKSGs als Verwaltungseinheiten und Spielinstanzen festzuhalten.
Dietrich Liße
Rechtswart HK Ammerland
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Offener
Brief an die Bezirksvorsitzenden Offener
Brief an die Bezirksvorsitzenden Aufgrund vieler Gespräche, E-Mails
und anderer Reaktionen vor und nach unserem Anschreiben an von der Spielstrukturreform
betroffene Vereine halten wir es für notwendig, noch einmal zusammenfassend
die Auswirkung dieser Reform deutlich zu machen, wenn sie am 27. März auf
dem Verbandstag beschlossen wird. Wenn auch von einigen Funktionären die
Meinung vertreten wird, wir dürften Vereine anderer Bezirke nicht über
die Folgen der Strukturreform informieren, werden wir dennoch handballöffentlich
in ganz Niedersachsen diese Diskussion weiterhin führen, da wir überzeugt
davon sind, dass 1. das Ausmaß der Veränderungen den meisten Vereinen
und auch Funktionären nicht klar ist und 2. jeder Handballer in Niedersachsen
das Recht hat mit jedem anderen Handballer darüber - egal über welches
Medium - zu diskutieren, da es letztendlich alle Vereine betrifft. Die Auswirkungen
der beabsichtigten Spielstruktur sind für Bremen und den Bezirk Weser-Ems
am größten, da durch das Zusammenlegen der beiden Verbandsligen und
durch Aufsteiger bei den Männern jeweils acht Mannschaften in die neuen Landesligen
(oder Regionsstaffeln) absteigen müssen. Bremen erhält zwar eine neue
Landesliga, die dann später von den HKSGs verwaltet wird, muss aber nach
der zu verabschiedenden Vereinbarung zwischen Niedersachsen und Bremen die beiden
Bezirksligen und die Bezirksklassen auflösen. Durch Aufsteiger aus den Kreis(ober)ligen
und den Bezirksklassen, die dann nur noch in die Landesliga aufsteigen können,
und den ersten beiden der Bezirksligen ist die neue Landesliga komplett, so dass
alle anderen Bezirksliga- und Be-zirksklassenmannschaften in die Kreise absteigen
müssen. Bei den Frauen wird die gesamte Verbandsliga Bremen zur Landesliga,
und alle Bezirksliga- und Bezirksklassenmannschaften steigen in die Kreise ab.
Allerdings gibt es dann auch noch Aufsteiger aus den Bezirksligen, Bezirksklassen
und Kreisoberligen. Je nach der Gesamtzahl steigt die gleiche Anzahl direkt aus
der Verbandsliga in die Kreise ab!! Die A-, B- und C-Jugendmannschaften
haben wir hier nicht mitaufgeführt, da einige in Oberligen und Bezirksligen
spielen, andere wiederum nur in Bezirksligen, und die Auswirkungen daher zu unterschiedlich
sind. In Weser-Ems steigen bei den Männern wie in Bremen durch die
Zusammenlegung acht Mann-schaften aus der Verbandsliga in die neue Landesliga
ab. Diese acht Mannschaften, vier bis fünf Aufsteiger aus den Bezirksligen
und den Kreis(ober)ligen der 17 (!) Kreise und dem Ersten bzw. den ersten beiden
aus der letzten Weser-Ems-Liga bilden die neue Landesliga. Das bedeutet, dass
alle anderen Mannschaften aus der Weser-Ems-Liga und aus den Bezirksligen in die
Kreis(ober)-ligen absteigen!! Natürlich kann man schon ein Jahr vorher die
Staffeln reduzieren (Dazu müsste die Rechtslage beachtet werden!) oder Entscheidungsspiele
ansetzen. Es ändert jedoch nichts an der Gesamtzahl der Absteiger. Bei den
Frauen steigen ebenfalls vier bis fünf Mannschaften aus den Bezirksligen
und den Kreisen in die neue Landesliga auf. Da diese Staffel von 14 auf 12 reduziert
wird, müssen also sechs bzw. sieben Mannschaften aus der Weser-Ems-Liga und
alle anderen Bezirksliga-Mannschaften in die Kreise absteigen!! In Lüneburg
wird die Heideliga zur Landesliga umgestaltet und kann sogar um zwei Mannschaften
bei den Männern von 12 auf 14 aufgestockt werden. Der Altbezirk Stade wird
durch die Vereinba-rung mit Bremen dauerhaft dem Bereich Bremen zugeordnet. Allerdings
gibt es aus der 1. und 2. Bezirksklasse und aus den Kreis(ober)ligen noch Aufsteiger
(siehe HVN-Spielordnung). Je größer die Zahl der Aufsteiger, umso größer
ist die Zahl der Absteiger aus der Heideliga in die Kreise! Die vom Bezirksvorstand
Lüneburg veröffentliche Diskussionsgrundlage sieht schon alle Bezirksklas-senmannschaften
in der Kreisoberliga und sogar darunter in den Kreisligen! Bei den Frauen ist
die Situation ähnlich. Allerdings bleibt hier die Landesliga bei zwölf
Mannschaften, so dass bei ange-nommenen 4 oder 5 Aufsteigern auch die gleiche
Anzahl aus der Heideliga in die Kreisoberliga ab-steigen muss. Im Bezirk
Hannover wird die Bezirksoberliga zur neuen Landesliga. Drei bis vier Aufsteiger
aus den Bezirksligen und den Kreis(ober)ligen lassen entsprechend viele Mannschaften
aus der Bezirks-oberliga und alle anderen Bezirksliga-Mannschaften in die Kreise
absteigen. Das gleiche Bild ergibt sich bei den Frauen. In Braunschweig
wird die Bezirksliga zur neuen Landesliga. Auch hier werden drei bis vier (oder
mehr?) Aufsteiger aus den beiden Bezirksklassen und den Kreis(ober)ligen die gleiche
Zahl an Absteigern in die Kreise bewirken. Ein vergleichbares Bild ergibt sich
bei den Frauen. Insgesamt werden bei den Männern mehr als 150 und
bei den Frauen mehr als 120 Mannschaften in die Kreise absteigen. Dazu kommen
die Mannschaften der A-, B- und C-Jugendlichen der Jungen und Mädchen, bei
denen allerdings weitgehend Bezirksligen einfach in Landesligen umbenannt werden.
Eine ähnliche Spielklassenreform (Abschaffung der Bezirksklassen) hat vor
einigen Jahren in Weser-Ems dazu geführt, dass viele ältere Handballer,
die zuvor höherklassig spielten, sich vom Handball verabschiedeten, da sie
nicht in den Kreisligen und -klassen spielen wollten. Eine ähn-liche Reaktion
ist auch bei dieser Spielstrukturreform zu befürchten. Wer also diese neue
Struktur befürwortet, muss sich über die o.a. Konsequenzen im Klaren
sein und sollte es auch so seinen Vereinen deutlich machen. Mit sportlichem
Gruß M. Manske Für den Vorstand des HK Ammerland zurück
E-Mail
des HVN-Vizepräsidenten -Spieltechnik- Sehr
geehrter Sportsfreund Manske, hallo Manfred, nachdem nun schon wieder
eine Mail in Bezug auf die Spielklassenstruktur von Dir durch Niedersachsen wandert,
möchte ich doch als zuständiger Vizepräsident Spieltechnik im HVN
dazu Stellung nehmen. Wenn Du keine Ahnung von der Spielklassenstruktur
hast solltest Du solche Schreiben nicht verfassen. Deine Schreiben strotzen
nur so vor Unwissenheit , oder wie kommt es das angeblich im Bezirk Lüneburg
aus der Heideliga 5 Mannschaften absteigen sollen. Das Gegengteil wäre eigentlich
der Fall es gäbe zwei zusätzliche Aufsteiger wenn die Landesliga wie
vorgesehen mit 14 Mannschaften spielen würde und ausserdem ist es doch Sache
des Bezirkes Lüneburg wie er unterhalb der Landesligen seinen Spielbetrieb
organisiert. Dein eigener Kreis ist doch nicht in der Lage in allen Bereichen
für einen eigenen Spielbetrieb zu sorgen. Mit einem Teil der Mannschaften
möchtest Du dahin mit einem anderen dahin spielen. Aber nun zur Spielklassenstruktur
: die Spielklassenstruktur vom HVN bezieht sich doch lediglich auf drei
Punkte 1. Die Zusammenlegung der Verbandsstaffel West mit der Verbandsstaffel
Bremen im Männerbereich. Das hat natürlich eine entsprechende Anzahl
von Absteigern zur Folge. Das war doch aber auch Jahrelang die Forderung vom
Bezirk Weser Ems. 2. Die Momentanen Bezirksoberligen heissen dann Landesliga
(z.B. West oder Weser Ems usw.) 3. Die Einführung der männlichen
B-Jugend-Oberliga. Alles andere was sich darunter befindet ist Sache der
Bezirke/Kreise/Kreisspielgemeinschaften. Ich kann nur hoffen das Du diese
Mail an den Personenkreis weiterleitest an den Du deine anderen Mails auch geschickt
hast. Aber vermutlich bist Du zu feige dazu die Wahrheit allen zukommen zu lassen.
MfG Helmuth Wöbke Antwort
des Vorsitzenden von 14.03.04 Hallo Helmuth, zunächst
möchte ich mich dafür bedanken, dass du überhaupt auf unser Schreiben
an von der Spielstruktur betroffene Vereine geantwortet hast. Ich bin jedoch der
Auffassung, dass Du es an der gebotenen Sachlichkeit mangeln lässt, vor allem,
da Du ja in Deiner Eigenschaft als Vizepräsident Spieltechnik des HVN antwortest. Redewendungen
wie "eine Mail ... durch Niedersachsen wandert", "Wenn Du keine
Ahnung ... hast", "Deine Schreiben strotzen nur so vor Unwissenheit"
und "Aber vermutlich bist Du zu feige" machen deutlich, dass der vom
Präsidenten und anderen Mitgliedern des HVN-Vorstandes eingeforderte sachliche
Umgang mit dem Andersdenkenden in Sachen Spiel- und Verwaltungsstrukturreform
von Dir absolut nicht eingehalten wird. Dieser Stil ist bisher in keiner unserer
Veröffentlichungen verwendet worden und wird es auch in Zukunft nicht.
In Bezug auf die Veröffentlichung kannst Du ganz beruhigt sein: Wir werden
Dein Schreiben mit dieser unserer Antwort unter der Rubrik Strukturreform auf
unserer Homepage veröffentlichen.
Nun zur Sache: Richtig ist, dass der
HK Ammerland nicht in allen Altersklassen allein spielfähig ist. Falsch ist,
dass wir mit einem Teil hier und mit einem anderen Teil dort spielen wollen. Unsere
Vorstellung einer Zuordnung zu einer Kreisspielgemeinschaft (auch HKSG!) ist
ganz eindeutig und auch dem HVN hinlänglich bekannt und schriftlich vorliegend.
Überraschend ist dabei, dass Du als Vizepräsident Spieltechnik darüber
nicht informiert bist. Eine bewusste Verzerrung der Fakten möchten wir Dir
nicht unterstellen!
Richtig ist weiterhin, dass die jetzige Heideliga (12 Mannschaften
bei den Männern und Frauen) als Landesliga um jeweils 2 Mannschaften aufgestockt
werden soll. Gemäß dem Antrag Nr. 1, Top 16, des Präsidiums, dem
Du ja angehörst, soll ab 01.07.2005 der Spielbetrieb nur noch in Oberligen,
Verbandsligen, Landesligen und Kreis-(ober)ligen organisiert werden. Es ist dann
leider nicht mehr Sache des Bezirks Lüneburg, wie er seinen Spielbe-trieb
unterhalb der Landesliga organisiert! Wir denken, dass eine Rechtsauskunft von
Seiten des HVN-Rechtswartes da schon völlig überflüssig ist. Diese
könntest Du Dir natürlich einholen. Allerdings sind wir auch hier wieder
völlig überrascht darüber, dass Du als Vizepräsident Spieltechnik
den Auf- und Abstieg durch die Reform völlig anders betrachtest! Wenn
nun (was durch die Verabschiedung der Reform als sicher gilt) in Lüneburg
die 1. und 2. Bezirksklasse aufgelöst werden, steigen alle Mannschaften der
Bezirksklassen außer den Meistern in die Kreisoberligen ab. Die beiden Meister
stellen den 13. und 14. Teilnehmer der Landesliga. Aber auch die Meister der darunter
spielenden Kreisoberligen haben laut HVN-Spielordnung das Recht aufzusteigen.
Sie können dann nur noch in die Landesliga aufsteigen. So viel Mannschaften
wie aus den Kreisoberligen in die Landesliga aufsteigen, müssen Mannschaften
aus der Heideliga absteigen. Natürlich kann man einen Modus finden, durch
Entschei-dungsspiele diese Zahl der Aufsteiger gering zu halten, aber dennoch
muss dieselbe Zahl an Mannschaften aus der Heideliga absteigen. Dies ist sicherlich
eine etwas komplizierte Materie. Aber die Mitglieder des HVN-Präsidiums müssten
eigentlich über die Folgen der neuen Spielstruktur genauestens im Bilde sein.
Insgesamt werden allein im Herrenbereich ziemlich genau 160 Mannschaften in die
Kreisoberligen absteigen. Davon wird der Bezirk Lüneburg mit Sicherheit nicht
ausgespart werden! Sollten wir den Antrag und die Überlegungen des HVN-Präsidiums
zur Spielstrukturreform völlig falsch verstanden haben, wären wir sehr
froh darüber, wenn uns umgehend entsprechende Informationen vom HVN zugehen.
Wir würden sie dann sofort auf unserer Homepage veröffentlichen und
unseren Irrtum öffentlich einräumen. Doch leider sprechen die Fakten
klar dagegen! Wir verbleiben in der Hoffnung, zur sachlichen Aufklärung
beigetragen zu haben. Mit sportlichem Gruß M. Manske (für
den Vorstand des HK Ammerland)
zurück
E-Mail
des Bezirksvorsitzenden Lüneburg ( vom
14.03.04) Werte Sportfreunde Manske
und Geveke, mit Entsetzen und Erstaunen habe ich o.a. E-Mail des HK Ammerland
an die Vereine "meines" Bezirkes gelesen. Diese strotzt nicht nur
von Unwissenheit sondern lässt bei mir den Verdacht aufkommen, daß
hier wissentlich falsche Anführungen gemacht wurden. Es gehört meines
Erachtens zum guten sportlichen Stil, daß man sich, bevor man solch eine
unqualifizierte Nachricht verbreitet, mit dem zuständigen Bezirksvorsitzenden
in Verbindung setzt. Es sei denn, man ist hier u.U. überfordert. In der
Home Page des Bezirkes Lüneburg ist die bezirksinterne und mit den Kreisvorsitzenden
abgestimmte Spielklassenstrukturreform ab 2005 eingehend erläutert. Ihr
,werte Sportfreunde Manske und Geveke , solltet daraus erkennen ( zu Nachhilfestunden
steht unser st.Vors. Spieltechnik gerne zur Verfügung) , daß die Spielklassenstruktur reform
des HVN nur den Norden unseres Bezirkes bzgl. der Verbandsliga betrifft. Ansonsten
ist unser Strukturreformentwurf einzig und alleine Sache des Handballbezirkes
Lüneburg! Wir wollen nicht an alten Zöpfen festhalten sondern aufgeschlossen gegenüber
den Vereinen und zur Förderung dieser und unseres Handballsportes neu e und
optimale Wege gehen. Sollte sich der Eindruck des bewußten falschem Wiedergeben
von Angaben erhärten, behalte ich mir den Weg der Sportgerichtsbarkeit vor. Mit
sportlichen Grüßen Hans-Georg Weidt Antwort
des Vorsitzenden (vom 19.03.04) Hallo
Hans-Georg, da Du deine erste Mail an uns auf die Internetseite des Bezirks
Lüneburg gestellt hast, sehen wir nunmehr keinen Grund, dies nicht auch auf
unserer Homepage des HK Ammerland zu veröffentlichen - natürlich zusammen
mit dieser Antwort. Du regst Dich in Deiner Mail enorm auf, sprichst von 'Deinem
Bezirk' und drohst mit der Sportgerichtsbarkeit. Was ist es, das Dich so sehr
in Unruhe versetzt? Der HVN hat vor, die Verwaltungs- und Spielstruktur massiv
zu verändern. Auf dem Verbandstag am 27. März soll beschlossen werden,
dass nur noch in Oberligen, Verbandsligen (bei den Männern), Landesligen
und Kreisoberligen gespielt wird (Antrag Nr. 1, Top 16). Wenn dieser Antrag angenommen
wird, ist es absolut nicht mehr allein Sache des Bezirks Lüneburg, wie er
seinen Spielbetrieb organisiert, sondern er hat sich schon an die Vorgabe des
Verbandes zu halten. Das habt Ihr auch richtig erkannt und auf Eurer Internet-Seite
einen Vorschlag zur Einteilung der Klassen gemacht, der diese Vorgabe berücksichtigt.
Entsprechend habt Ihr auch die Vereine der 1. und 2. Bezirksklasse in die Kreisoberliga
und in die beiden Kreisligen abgestuft. Ihr habt zwar nicht berücksichtigt,
dass die Meister der jetzigen Kreis(ober)ligen einen Anspruch auf Aufstieg oder
auf Aufstiegsspiele haben und dann ja nur in die Landesliga aufsteigen können.
Dadurch steigt die Zahl der Mannschaften, die aus der letztmaligen Heideliga absteigen
müssen. Was haben wir nun gemacht? Wir haben die eventuell davon betroffenen
Vereine über genau diesen Sachverhalt informiert, nachdem von etlichen Vereinen
bekannt wurde, dass sie das Ausmaß der Spielstrukturreform nicht erkannt
hatten. Also überhaupt kein Grund, sich dermaßen aufzuregen. Im Übrigen
verweisen wir darauf, dass die vier Bezirksvorsitzenden (also auch mit Deiner
Zustimmung) zwischenzeitlich einen Vorschlag zur Strukturreform unterbreitet hatten,
der vorsah, dass die Bezirke die Verwaltungsaufgaben der Kreise übernehmen
und diese dadurch völlig funktionslos würden. Das sehen wir zumindest
ebenso als Einmischung in unsere Kreisarbeit, allerdings drohen wir deshalb nicht
mit der Sportgerichtsbarkeit sondern setzen uns sachlich mit diesen Vorschlägen
zur Struktur auseinander. Wenn Eure Bezirksvereine mit dem Abstieg in die Kreisoberligen
einverstanden sind, ist doch alles in Ordnung und Ihr könnt den Dingen gelassen
entgegen blicken. Wir hoffen, dass wir diese Diskussion auch auf dem Verbandstag
in sachlicher Form fortsetzen können. Mit sportlichem Gruß M.
Manske
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Auswirkungen
der Spielklassenreform Stellungnahme des
Vorsitzenden der KSG Osnabrück/Tecklenburg
Liebe
Sportkameraden, nach unserer EV-Sitzung vom 18.02.2004 in Cloppenburg möchte
ich noch einmal deutlich machen, was mehrheitlich vom EV beschlossen worden ist
(KSG Osnabrück dagegen) und auf dem Verbandstag festgemacht werden soll. Ab
dem Jahre 2007 wird der HVN in ein 2-Ebenen-Modell gegliedert. Die Bezirke fallen
weg, die Kreise werden zu Kreisspielgemeinschaften zusammengefaßt. Der
Neugliederung der Spielklassen zum 01.07.2005 wurde ebenfalls zugestimmt. Manifestiert
ist dieses auch im Vertrag mit dem Bremer Verband. Was bedeutet das für
den Bezirk? Die Bezirksligen werden mit Abschluß der Saison 2004/2005
aufgelöst, die Meister (3) steigen in die Landesliga - vormals Weser-Ems-Liga-
auf. Von den Kreisoberligen steigen die Meister (6) direkt in die neue Landesliga
auf (siehe Spielordnung DHB § 42/III). Das bedeutet, daß aus der
Weser-Ems-Liga 2 Vereine in die Verbandsliga aufsteigen, 3 Vereine bei
den Männern, 2 bei den Frauen in der Klasse verbleiben und 9 Vereine
direkt in die Kreisoberliga absteigen! Ich glaube, dieses Szenario sollte allen
Vereinen schnellstmöglich bekanntgegeben werden. Der Verbandstag im März
wird abschließend darüber abstimmen! Mit sportlichem Gruß Werner
Beie Vorsitzender KSG Osnabrück/Tecklenburg
Anmerkung: Ich
mache an dieser Stelle deutlich, dass der von Werner Beie zitierte Beschluss des
EV von mir nicht mitgetragen wurde. Gegenstimmen oder Enthaltungen wurden nicht
abgefragt. Insofern kann m. E. nicht von einem Beschluss die Rede sein.
Manfred Manske Vorsitzender Handballkreis Ammerland e.V.
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Erweitertes
Präsidium verabschiedet Antrag auf Strukturänderung
Bezirke
und Präsidium ziehen am gleichen Strang Wenn wir nach
drei Jahren keinen mehrheitsfähigen Vorschlag zustande bringen, dann hätten
wir uns bis auf die Knochen nicht nur vor unseren Kreisen, sondern auch vorm Landessportbund,
dem DHB und anderen Landesverbänden, die uns alle mit Argusaugen beobachten,
blamiert. Im Rahmen der Sitzung des Erweiterten Präsidiums (EP) des
HVN am Wochenende in Bad Nenndorf wurde nicht nur vom Vize-Präsidenten Finanzen
im HVN, Wolfgang Gremmel, Klartext in Sachen Strukturwandel geredet. Und
das gleich vorweg das Präsidium zieht mit den übrigen Mitgliedern
des EP gemeinsam an einem Strang! Nicht nur der Präsident,
Wolfgang Ullrich, wertete den in Bad Nenndorf gemachten Schritt als positives
Zeichen für den Ende März anstehenden Verbandstag und nicht zuletzt
auch für die zukünftige Entwicklung des Handballverbandes Niedersachsen.
Grundsätzlich sind wir doch alle einig, das wir etwas tun müssen.
Allein um die Kosten langfristig so günstig wie möglich zu halten,
eröffnete Ullrich die Diskussion um die Strukturänderung. Zusätzlich
legte er im Namen des Präsidiums einen als Synopse (Gegenüberstellung)
erarbeiteten Vergleich zwischen alter und vom Präsidium überarbeiteten
Form der Satzung vor. Klare Zielsetzung: langfristig auf nur noch zwei Verwaltungsebenen
zu arbeiten. Helmut Schütte (Vorsitzender Bezirk Braunschweig)
als Sprecher der vier Bezirke legte dem EP einen anderen Vorschlag vor. Vor dem
Hintergrund, auf dem Verbandstag einen mehrheitsfähigen Vorschlag
für eine solche Satzungsänderung ist eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig
vorzustellen, hatten sich Vertreter der vier Bezirke bereits am Wochenende
zuvor in Aurich zusammengesetzt und einen Alternativvorschlag erarbeitet. Wir
möchten ein vernünftiges Ergebnis auf dem Verbandstag in Hermannsburg
erzielen, unterstrich Schütte die Beweggründe. In Abstimmung mit
dem Präsidium wurde folgender Antrag präsentiert: Der
Verbandstag möge beschließen, dass sich der Handballverband Niedersachsen
spätestens ab 2007 in zwei Verwaltungsebenen aufgliedert. Das Erweiterte
Präsidium wird beauftragt, bis dahin alle notwendigen Schritte einzuleiten.
Dieser Antrag fand nicht nur beim Präsidium, sondern auch bei der
deutlichen Mehrheit der anwesenden Kreis- und Bezirksvertreter Anklang. Mit einer
Gegenstimme und einer Enthaltung wurde dieser Vorschlag angenommen. Um dem Antrag
noch mehr Gewicht zu geben, soll dieser auf dem Verbandstag im Namen des EP als
zweithöchstes Gremium im HVN gestellt werden. Weiterhin wird
es in Hermannsburg Anträge auf Satzungsänderung geben, die vorrangig
die Paragraphen 10 bis 19 betreffen. Darin geht es um die Organe und Ausschüsse
des HVN sowie um deren Besetzung. So soll der Verbandsjugendtag wieder eingeführt
werden, der den/die Vize-Präsidenten/in Jugend wählt. Dem Präsidium
gehören demnach künftig neben dem/der Präsidenten/in künftig
an: die Vize-Präsidenten/innen Finanzen, Recht, Spieltechnik, Jugend und
der Geschäftsführer sowie der/die Vize-Präsident/in für Ausbildung,
Vereinsservice und Breitensport. Den/die Vize-Präsident/in Lehre und Entwicklung
gibt es nicht mehr, der Jugendleistungshandball wird dem Ressort Jugend zugeordnet.
Die Position einer/es Vize-Präsidentin/en Frauen im Handballsport ist nicht
eingeplant, der Frauenbeirat besteht aus der Frauenbeauftragten sowie bis zu sechs
Beisitzerinnen. Zudem sollen die hauptamtlichen Kräfte der Geschäftsstelle
stärker an die Ressorts angebunden werden.
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Weitere
Gedanken zur Strukturdebatte innerhalb des HBWE Der
HVN plant einschneidende Veränderungen in den Spielklassen und der Verwaltungsstruktur,
die für die Handballer in Niedersachsen massive Veränderungen bewirken
würden, wenn sie so umgesetzt werden. Die Reduzierung der Spielklassen
macht auf den ersten Blick Sinn, denn folglich würden mehr Mannschaften in
die unteren Klassen (Kreise, Kreisspielgemeinschaften) gedrückt. Bei genauer
Betrachtung und Auswertung vorliegender Erfahrungen tritt jedoch genau der entgegengesetzte
Effekt ein: Die Spielklassenreform im HBWE hat gezeigt, dass dann ältere
Spieler, die jahrelang höherklassig gespielt haben, nun dem Handballsport
den Rücken kehren, da sie nicht auf Kreisebene spielen wollen. Also kann
es allenfalls um eine Spielklassenreform gehen, die sinnvoll reduziert, was vorher
zu gewaltig durch Schaffung zusätzlicher Ligen aufgeblasen wurde. Hier muss
schon festgehalten werden, dass der Verband stümperhaft vorgegangen ist,
indem er über ein Jahr lang geheim plante, um dann auch die Bremer Handballer
mit der Botschaft zu überraschen, dass man die beiden Verbände zusammen
legen will. Auch wenn der Präsident des HVN da inzwischen zurückrudert
und behauptet, eine Fusion sei nie geplant gewesen, wäre es angebracht gewesen,
erst einmal von Verband zu Verband über eine umfassende Kooperation oder
sogar Fusion zu verhandeln. Inzwischen ist jede Meldung über die Bereitschaft
der Bremer Handballer zu einer Kooperation im geplanten Sinne eher zu bezweifeln. Wesentlich
intensiver muss die Debatte um die Reform der Verwaltungsstruktur geführt
werden. Insgesamt muss man sich erst einmal die Frage stellen, was soll diese
Strukturreform bewirken? Laut HVN in der Präsentation der Strukturkommission
will man den Handballsport "wieder zum Schulsport Nummer 1" machen.
Die Hirnrissigkeit dieser Aussage muss gar nicht erst diskutiert werden, denn
das war der Handballsport insgesamt noch nie, weder in Weser-Ems noch in Niedersachsen
noch in der Bundesrepublik. Dennoch bleibt der Tenor, dass man den Handballsport
voranbringen will, was, so hoffe ich, alle an dieser Debatte Beteiligten wollen.
Umso erstaunter muss man aber zur Kenntnis nehmen, das HVN-Präsident Wolfgang
Ullrich auch hier zurückrudert, und auf der Tagung mit den Kreisvertretern
am 8.3.03 in Verden erklärte, man habe nie behauptet, dass durch die Strukturreform
auch nur ein neuer Handballspieler hinzu gewonnen würde. Und genau das ist
der Punkt, den die Handballer in Niedersachsen zuerst klären müssen.
Wollen wir Veränderungen, die den Handballsport attraktiver machen und neue
Mitglieder (vor allem im Jugendbereich) gewinnen und auch halten können,
oder wollen wir den Status quo, die bestehende Situation des Mitgliederschwunds
der vergangenen Jahre, akzeptieren und uns auf einen weiteren Schwund einstellen,
indem wir die unterste Verwaltungsebene - da wo wir die Vereine und Spieler direkt
erreichen - einfach regional vergrößern und die Kreise opfern. In
seiner E-Mail an den HK Ammerland (Manfred Manske) hat der Beauftragte für
die Strukturreform des HBWE, Wolfgang Sasse, geschrieben "Gegen eine Veränderung
der Struktur des Verbandes bzw. Anpassung an die aktuelle Situation, hat sicher
keiner etwas. Ja, sie ist sogar zwingend notwendig." Das ist genau das Akzeptieren
des gegenwärtigen und eines zukünftigen Mitgliederschwunds! Wer so argumentiert,
will keine neuen Mitglieder gewinnen, sondern mit den noch vorhandenen einen einigermaßen
sinnvollen Spielbetrieb organisieren! Richtig ist, dass der Mitgliederschwund
der vergangenen Jahre zur Verringerung der Zahl der spielenden Mannschaften geführt
hat. Dies wiederum führte dazu, dass viele Kreise nicht mehr in der Lage
waren und sind, in allen Altersgruppen und Staffeln genügend Mannschaften
für einen ordentlichen Spielbetrieb zusammen zu bekommen. Außerdem
fehlten und fehlen den Vereinen und Kreisen ehrenamtliche Mitarbeiter in der Ausbildung
und Verwaltung. Richtig ist aber auch, dass es noch Kreise gibt (in Weser-Ems
leider nur sehr wenige, in anderen Bezirken deutlich mehr), die durchaus verwaltungsmäßig
absolut funktionsfähig sind und/oder sogar einen völlig eigenen Spielbetrieb
organisieren können. Ebenfalls muss festgestellt werden, dass es im Auf und
Ab des Handballsports in Niedersachsen zwar schon deutlich mehr Kreise gegeben
hat, die selbständig spielfähig waren, aber noch nie waren alle Kreise
soweit. Schafft man nun die Selbständigkeit der Kreise ab (und das bedeutet
die Setzung der HKSGs als unterste Verwaltungseinheit), dann räumt man damit
gleichzeitig Positionen, die sich der Handballsport in vielen Jahren durch enormen
Arbeitsaufwand vieler dem Handballsport verbundener Menschen geschaffen hat. Kreisvorstände
werden aufgelöst und die Verbindung der Vereine zu den neuen Strukturen deutlich
erschwert. Längere Wege müssen in jeder Hinsicht, spiel- und verwaltungstechnisch,
zurückgelegt werden. Manche im HVN, die diese Strukturänderung voran
treiben, reden dann von einem Gesundschrumpfen und vergleichen es mit einem Betrieb,
der weniger Mitarbeiter in größeren Einheiten zusammenfasst. Dass dieser
Vergleich hinkt, ist offenkundig, denn die Mitarbeiter eines Betriebes erhalten
ihren Lohn bzw. Gehalt vom Betrieb. Wir aber sind auf zahlende Mitglieder in den
Vereinen angewiesen und können uns da überhaupt nicht mit einem "Gesundschrumpfen"
arrangieren! Die Schlussfolgerung aus diesen Überlegungen muss also
sein, da wo der Handballsport verwaltungstechnisch an der Basis verankert ist,
muss er bleiben und nach Möglichkeit gestärkt werden, und da wo Kreise
dies nicht leisten können, müssen sie die Möglichkeit haben, in
Spielgemeinschaften zu sinnvollen Organisationseinheiten zu kommen. Es ist also
an der untersten Verwaltungsebene Flexibilität gefragt, um bestehende Strukturen
zu behaupten und schwache Kreise zu unterstützen und Möglichkeiten eines
allmählichen Aufbaus zu bieten. Ein starres Konzept von ausschließlich
HKSGs als unterste Verwaltungseinheit kann dies nicht bieten. Die neue oder die
alte, überarbeitete HVN-Satzung muss die Handballkreise schützen, ihnen
aber auch die Möglichkeit bieten, sich mit anderen Kreisen zusammen zu schließen,
wenn dies erforderlich ist. Kreisspielgemeinschaften - egal wie sie benannt werden-
müssen demnach in ihren Rechten den Kreisen gleichgestellt in der Satzung
verankert werden. Darüber hinaus müssen die Kreise frei entscheiden
können, ob und welcher Kreisspielgemeinschaft sie sich zuordnen. Bleibt
die Frage zu klären, ob es zwei oder drei Verwaltungsinstanzen geben soll.
Ausgehend von der Setzung, dass die oberste Verwaltungsebene beim Verband, also
HVN, angesiedelt ist, und der hier ausgeführten Position der Notwendigkeit
einer untersten Verwaltungsebene der Kreise bzw. Kreisspielgemeinschaften, muss
überlegt werden, ob dazwischen eine weitere Verwaltungsebene notwendig ist.
Pragmatiker mögen nun einfach sagen, dass für eine Abschaffung der Bezirke
keine qualifizierte Mehrheit auf dem Verbandstag zu erreichen ist. Aber das reicht
nicht als Argument. Ob als Bezirk oder, wie anfangs von der Strukturkommission
angedacht, als Region oder als HKSG, auf jeden Fall bedarf es zwischen der obersten
und der untersten Instanz einer weiteren Verwaltungsebene, da die Machtfülle
des Verbandes und die räumliche und organisatorische Distanz zwischen diesen
beiden Ebenen einfach zu groß wäre. So betrachtet macht es keinen Sinn,
die Bezirke abzuschaffen, ohne den Nachweis zu führen, dass sie ihren Aufgaben
nicht mehr gerecht werden bzw. sich als hinderlich in der Organisation des Handballs
in Niedersachsen erwiesen haben. Hierbei muss genau beachtet werden, ob ein Bezirksverband
gut oder schlecht funktioniert, oder ob lediglich tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten
zwischen Bezirk und Verband bestehen, die Letzterer einfach mit der Abschaffung
des Ersteren erledigen will. Da all diese Fragen bisher vom Verband weder gestellt
noch beantwortet worden sind, ist offensichtlich diese Debatte überflüssig
wie ein Kropf. Es bleibt zum Schluss festzustellen, dass schon wie die Präsentation
der Ergebnisse der Strukturkommission die Darstellung der Strukturveränderung
beeindruckend erscheint, während die inhaltliche Argumentation falsch, irreführend
und schwach ausfällt. Dietrich Liße, Rechtswart, HK Ammerland
zurück
Vorstandsbeschluss
Resultierend und zusammenfassend aus der obigen Abhandlung erging folgender Vorstandsbeschluss
mit folgender Forderung: 1. Klärung des Ziels
der Neustruktur. Für den HK Ammerland kann es dabei nur um eine Stärkung
der Basis und Weiterentwicklung des Handballsports gehen und nicht um Mängelverwaltung,
wie es der HVN vorsieht.
2. Daraus folgend müssen die
bestehenden Kreisverbände erhalten bleiben und gestärkt werden. Kreisspielgemeinschaften
sind den Kreisverbänden gleichzustellen, damit Kreise, die nicht selbständig
arbeiten können, sich in freier Wahl zusammenschließen können.
Kreise, die spiel- und verwaltungstechnisch völlig selbständig arbeiten
können, dürfen sich auch wieder aus Kreisspielgemeinschaften lösen.
Flexibilität ist daher absolut erforderlich. 3.
Zwischen den Verwaltungsebenen Verband und Kreis muss eine mittlere Verwaltungsinstanz
erhalten oder gebildet werden. Das können Bezirke, Regionen oder Handballspielgemeinschaften
(HKSGs) sein. Ein Handballkreis kann zeitlich befristet oder unbefristet seine
Selbständigkeit an eine HKSG abtreten. gez: Manske, Ruseler,
Oltmanns und Popken.
Ein Plädoyer für
drei Verwaltungsebenen Nachdem nun allmählich die Diskussion
über die geplante Neustruktur des HVN in den Kreisen und Vereinen in Gang
kommt (was diesen gewiss nicht anzulasten ist, da die Struktur-kommission bis
vor wenigen Wochen das Ganze als Top Secret behandelt hatte), soll nun schon Ende
dieser Woche die Diskussionsphase abgeschlossen werden. Die Forderung des HK Ammerland
nach einer Verlängerung der Diskussionsphase wegen eines unzumutbaren Zeitrahmens
wird vom HVN schlichtweg bisher ignoriert. Wie in meinem vorhergehenden
Beitrag bereits ausgeführt, geht es im Wesentlichen um zwei Kernpunkte:
- Straffung und Verschlankung der Ligen im Bereich des HVN unter Miteinbeziehung
des Handballverbandes Bremen
- Reduzierung der Verwaltungsebenen von
drei auf zwei durch faktische Abschaffung der Handballkreise. Gleichzeitig sollen
die Bezirksverbände aufgelöst und stattdessen acht Regionen eingeführt
werden.
Ersteres erscheint sinnvoll, da dadurch den Kreisen wieder
mehr Mannschaften zugeführt werden. Ob allerdings die Gesamtzahl der bisher
höher spielenden Mannschaften, die dann zwangsabsteigen müssen, auch
in den Kreisen ankommt, ist höchst zweifelhaft. Die Bezirksreform in Weser-Ems
hat gezeigt, dass dann viele ältere Handballer diesen Sport an den Nagel
hängen. Unterm Strich wurden dadurch nicht viele Mannschaften in den Kreisen
dazugewonnen. Wesentlich tiefgreifender ist der zweite Punkt: die Abschaffung
der Handballkreise bzw. Stadtverbände als selbständige Verwaltungseinheiten.
Wenn auch zwischenzeitlich aus dem Oldenburger Münsterland ein Gegenvorschlag
auf dem Tisch liegt, der statt der acht Regionen eine bislang nicht festgelegt
Anzahl (möglicherweise 16) von Handballkreisspielge-meinschaften (HKSG) als
einzige Verwaltungseinheit unter dem HVN vorsieht, ändert das nichts an der
Problematik der zwei Verwaltungsebenen. Nachzuvollziehen ist der Wunsch des Verbandes,
mit seinen Zielvorstellungen, Anweisungen, Forderungen und Wünschen unmittelbarer
an die Basis herantreten zu können. Schaltet man nun die mittlere Verwaltungsebene
aus, kann man direkt auf die unterste Ebene, sprich HKSG oder Region, einwirken.
Einen Bärendienst erweisen jedoch die Strukturkommissare dem Handball
unmittelbar an der Basis. Wird die Organisationseinheit im Kreis oder Stadtverband
aufgelöst, wird es nur sehr schwer, ja fast unmöglich sein, sie jemals
wieder einzuführen, etwa bei wieder steigenden Mannschaftszahlen in den Kreisen.
Wer sich die Entwicklung im Handball seit 1950 anschaut, stellt fest, dass es
wiederholt Auf- und Abbewegungen gegeben hat. Das hatte nie etwas mit einer unzeitgemäßen
Struktur zu tun, sondern da spielten viele Faktoren eine Rolle, wie z.B. Verankerung
im Schulsport, Image im nationalen und internationalen Rahmen (inter-nationale
Erfolge, besonders der Nationalmannschaften), Trend zur Individualgesellschaft
und damit Abkehr vom Mannschaftssport und andere Dinge mehr. Aber diese Faktoren
sind beeinflussbar und umkehrbar. Nur wer sich mit einer schwindenden Bedeutung
des Handballsports abgefunden hat, gibt es auf, die Basis zu stärken. Das
ist der Hebel, an dem es anzusetzen gilt. Das ist der Weg, den Handballsport wieder
populärer zu machen: Die Vereine müssen unmittelbar und wohnortnah in
die Lage versetzt werden, Kinder und Jugendliche für den Handballsport zu
werben. Dazu gehören zum Beispiel eine engere Verzahnung mit den Schulen,
wie etwa durch Spielfeste in den Grundschulen, Spiele in Turnierform von den Minis
bis zur C-Jugend vor Ort, Entlastung der Jugendübungsleiter, SchiRi- und
Jugendübungsleiter-Lehrgänge vor Ort und auch einmal das Präsentieren
von Handballgrößen in den Schulen, sozusagen zum Anfassen und Vormachen.
Das soll alles von der untersten Verwaltungs-ebene einer HKSG, die drei bis vier
politische Kreise umfasst, oder von einer Region, die etwa die Hälfte der
jetzigen Bezirke ausmacht, in Gang gebracht und koordiniert werden? Wer das glaubt,
hat von der Arbeit mit und in den Vereinen keine Ahnung! Was noch schlimmer
ist: Da, wo die Handballverantwortlichen in den Kreisen gemerkt haben, worauf
es ankommt, und wo diese Basisarbeit bereits Früchte trägt, will man
die unterste Organisationsstruktur zerschlagen und damit diese ersten, noch in
den Anfängen befindlichen Erfolge aufs Spiel setzen. Wer glaubt denn ernsthaft,
von Emden oder Wilhelmshaven wird ein Spielfest an einer Grundschule in Augustfehn
oder Esens organisiert? Oder von Hannover in Schwarmstedt? Oder von Bremen in
Gnarrenburg? Richtig, genau wie viele Leser jetzt fragen werden, wo das denn wohl
ist, wird es auch den Regionsvorständen gehen und nicht viel besser den HKSG-Vorständen.
Nicht nur, dass die Wege nicht kürzer sondern entschieden länger werden,
sondern man kennt in den meisten Fällen niemand vor Ort. Das bedeutet, eine
häufige und schnelle Präsenz in den Vereinen und Schulen ist gar nicht
machbar. Dazu gehört einfach als unterste Verwaltungsebene der Handballkreis!
Da, wo diese Kreisverbände funktionieren, müssen sie gestärkt werden,
und da, wo nur noch ein Restvorstand vorhanden ist, muss nach Wegen gesucht werden,
wie die Vereine eines Kreises ihren Verband wieder zu neuem Leben erwecken können.
Genau da ist auch direkte Hilfe des HVN gefragt. Schulung von Praktikern, die
in den schwachen Kreisen Tipps und Hilfen für die Förderung des Nachwuchses
geben, ist angesagt. Bisher sieht das weitgehend so aus, dass eine schlaue Zeitschrift
erstellt wird und der Basis verkündet wird, so müsst ihr das machen.
Es ist kaum anzunehmen, dass mit der Abschaffung der Kreisverbände dieses
Ziel erreicht wird. Im Gegenteil! Es ist zu befürchten, dass die kleineren
Vereine noch weiter ausgezerrt werden und schließlich aufgeben oder sich
dem nächstgrößeren Ort als Spielgemeinschaft anschließen.
Man beachte nur die Zahl der in den letzten zehn Jahren entstandenen Handballspielgemeinschaften
von Vereinen! Das bedeutet, dass, obwohl Hallenkapazitäten vor Ort vorhanden
sind, die wenigen Handballer in den nächsten Ort zum Training oder Spiel
fahren, oder die Sportart wechseln! Es mag überlegenswert sein, die
Ebene der Bezirke aufzulösen und darunter die Verwaltungs-ebene der Region
oder die der HKSG zu schaffen. Und annähernd fünfzig Kreise direkt dem
HVN unterzuordnen, ist auch keine sinnvolle Alternative. Da bleibt nur die einzig
vernünftige Lösung, wenn man den dringendst gebotenen Erhalt der Kreisverbände
voraussetzt: Beibehaltung der drei Verwaltungsebenen! Mögliches Modell
kann dabei sein: Landesverband - HKSG - Kreisverband. Dadurch kommt der HVN seinen
einzelnen Mitgliedern deutlich näher und nimmt der Entwicklung vor Ort nicht
den Schwung bzw. befördert nicht noch weiter den Rückgang der Mannschaftszahlen. Ich
hoffe, mit diesen Überlegungen, Thesen und Schlussfolgerungen die Diskussion
um die neue Struktur des Handballverbandes Niedersachsen-Bremen gefördert
zu haben und dass der HVN seinen Mitgliedern genügend Zeit gibt, diese Dinge
sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Dieser Prozess kann auf keinen Fall
Ende Dezember abgeschlossen sein! Dietrich Liße Rechtswart
Handballkreis Ammerland zurück
Die Auflösung der Handballkreise
bedeutet einen weiteren Niedergang des Handballsports Es war
gar nicht einmal die schlechte Vermittlung und mangelhafte Begründung trotz
technisch guter Präsentation, die nicht nur mich sondern eine doch stattliche
Zahl von Teilnehmern der Informationsveranstaltung des HIN in Oldenburg zur Neustruktur
des Verbandes störte, sondern es war das, was da auf den Tisch kam. Ohne
es direkt auszusprechen - obwohl die Präsentation, die wir nun fast alle
erhalten haben, eine deutliche Sprache spricht - sollen die Handballkreise
als Verwaltungsinstanzen abgeschafft und damit ihrer Selbständigkeit und Grundlage
beraubt werden. Das bedeutet im Klartext, kein Kreis kann sich nach eigenem Gusto
mit einem anderen zu einer Spielgemeinschaft zusammenschließen, denn die
unterste Verwaltungseinheit ist dann nur noch die Region. Hier werden alle relevanten
Beschlüsse gefasst, Ligen und Klassen eingeteilt, Auf- und Abstieg geregelt,
das Schiedsrichterwesen gepflegt und das unterste Schiedsgericht bestellt. Weitaus
größere Gebilde als die ehemaligen Bezirksklassen des Bezirks Weser-Ems
entstehen dadurch. Keine Frage, dass die obersten Klassen unterhalb der Region
wesentlich weitere Fahrten nicht nur im Senioren- sondern auch im Jugendbereich
zu absolvieren haben. Verschlankung ist das Motto, mit dem die Strukturkommission
zu Werke ging und hat dabei wahrlich ganze Arbeit geleistet! Sechs Ligen werden
abgeschafft und dazu mehr als 40 Kreisverbände zu einem reinen Statistendasein
verdonnert. Das bedeutet, dass etwa 70 Mannschaften alleine bei den Herren in
den Bereich unterhalb der Region abgedrückt werden! Wie bei der Neustrukturierung
des Bezirks Weser-Ems durch die Abschaffung der Bezirksklassen bedeutet das nicht
automatisch, dass alle so abgestiegenen Mannschaften dann in den Kreisen weiterspielen,
sondern viele - insbesondere ältere - Handballer verabschieden sich von ihrem
Sport. Was veranlasst den Verband, solch eine tiefgreifende Strukturveränderung
in Angriff zu nehmen? Er präsentiert Zahlen, die den Rückgang der spielenden
Mannschaften widerspiegeln sollen, ohne allerdings eine genaue Statistik - etwa
über fünf bis zehn Jahre - vorzulegen. Bei genauem Hinsehen stellt man
fest, dass sich der Rückgang bereits verlangsamt hat. Mit der Logik eines
Geschäftsmannes bzw. Managers folgert nun der Verband (oder die Strukturkommission),
dass man jetzt den Betrieb verschlanken' muss. Durch das Abschaffen von
Ligen werden nun folgerichtig schlankere' Strukturen geschaffen und damit
gleichzeitig größere Flächen für die einzelnen Ligen, Das
heißt für die betroffenen Mannschaften grundsätzlich weitere Strecken
zurückzulegen! Und das betrifft alle Bereiche von der Jugend zu den Senioren
und männlicher bzw. weiblicher Bereich, obwohl eine der Vorgaben zur Lösung
der Probleme hieß: kurze Wege! Und genau dieser Punkt ist eine entscheidende
Frage für die weitere Entwicklung des Handballsports. Wenn - wie in letzter
Zeit immer häufiger zu beobachten - Mannschaften (vor allem Jugendmannschaften)
immer weitere Strecken zurücklegen müssen um dann 40 bis 60 Minuten
Handball zu spielen, übersteigt das die Toleranz der Spieler/innen und Trainer/Betreuer
aber auch der Eltern. Sie wenden sich anderen Sportarten zu, die gleich um die
Ecke angeboten werden. Nun sind aber Sportverbände keine (privat)wirtschaftlichen
Unternehmen, auch wenn sie in ihren Spitzenverbänden mit nicht geringen Beträgen
umgehen müssen. Man stelle sich vor, politische Parteien wie SPD und CDU
würden aufgrund eines Rückgangs der Mitglieder beschließen, die Ortsgruppen
oder Kreisverbände aufzulösen! Genau das Gegenteil muss der Fall sein!
Die unterste Verwaltungsebene muss gestärkt werden um den jeweiligen Interessenverband
zu stärken! Genau an diesem Punkt muss die Strukturkommission ansetzen. In
den Kreisen muss die Jugendarbeit gefördert werden, Turnierformen in E- bis
C-Jugend, Spielfeste mit Grundschulen organisieren, die ehrenamtlichen Mitarbeiter
auf unterster Ebene entlasten und nicht durch Fahrten mit C-Jugendmannschaften
von Oldenburg nach Emden jagen, sie gleichzeitig als Schiedsrichter einsetzen
und den Vereinen dickste Strafen aufzubrummen, wenn die SchiRis nicht antreten
oder die Kreise zu wenig Schiedsrichter melden. Interessant ist in diesem Zusammenhang,
dass auf allen Verwaltungsebenen des Handballs die Bußgelder in die Höhe
geschraubt wurden für Dinge, die aufgrund der geringeren Zahlen an ehrenamtlichen
Mitarbeitern eintreten. Anstatt flexibel die Bußgelder nicht nur nach oben
sondern auch nach unten zu korrigieren, wenn die Zahl der spielenden Mannschaften
in einem Kreis, Bezirk oder Verband zurückgeht, meint man, mit der Finanzkeule
die Dinge schon wieder ins Lot zu bringen! Ein Wirtschaftsunternehmen kann sich
gesund schrumpfen, indem es Mitarbeiter feuert und Kosten reduziert, aber ein
Sportverein und die übergeordneten Verbände zahlen keine Löhne, sondern
sind auf die Beitragszahlungen und damit auf die Zahl der Mitglieder angewiesen!
Typisch für die falsche Sichtweise eines Funktionärs auf höherer
Ebene ist die Aussage: "Ich will mich doch nicht mit soundsovielen Kreisen
rumschlagen, sondern einige wenige Ansprechpartner haben." Diese wenigen
Ansprechpartner wissen dann gar nicht mehr, was vor Ort in den großen Gebilden
in den einzelnen Vereinen passiert, und umgekehrt ist der Draht bzw. Weg zum Vorstand
einer der geplanten Regionen zu weit, als dass sich eine gedeihliche Zusammenarbeit
entwickeln kann. Schlussfolgernd muss man feststellen, dass die Handballfreunde,
die den Sport in der Breite und dann erst auch in der Spitze fördern wollen,
diese Strukturveränderung rundweg ablehnen müssen, wenn der Verband
die dritte Verwaltungsinstanz der Kreise abschaffen will. Darüber hinaus muss
gefordert werden, dass diese Instanz ausdrücklich gefördert und gestärkt
wird, damit Jugendliche vor Ort unmittelbar dem Handballsport zugeführt werden
können. Auffallend ist auch die Eile, mit der der Verband diese
neue Struktur durchsetzen will. Wozu die Strukturkommission weit mehr als ein
Jahr benötigte, soll nun von den Vereinen in weniger als drei Monaten nachvollzogen,
kritisch betrachtet, abgestimmt und für gut befunden werden. Für so
eine tiefgreifende Veränderung ist einfach zu fordern, dass der Zeitrahmen
bis zur Beschlussvorlage um mindestens ein halbes Jahr verlängert wird!
Dietrich Liße (Rechtswart, HK Ammerland) zurück
Vorschlag
des Handballkreises Ein Vorschlag des Handballkreises Ammerland
e.V. zur Strukturreform steht für Sie zum Download
bereit (36 kBytes). Meinungen VfL
Rastede vom 18.03.04 Hallo Manfred, als Spielwart
und stellvertretender Fachwart der Handballabteilung im VfL Rastede möchte
ich Dir kurz unsere Meinung zu der geplanten Stukturreform des HVN mitteilen.
In der Anfangsphase der Diskussion bzw. Vorstellung der geplanten Struktur waren
die Auswirkungen auf die Kreise , Vereine und Mannschaften für uns, die wir
nicht ständig mit diesen Themen beschäftigt sind, überhaupt noch
nicht absehbar (einigen "Insidern" ging es aber offenbar nicht anders).
Aus unseren Gesprächen während der Arbeitssitzungen und aus den schriftlichen
Beiträgen die in den Internetseiten des Handballkreises Ammerland und des
HVN stehen, können wir uns mitlerweile schon ein klareres Bild von den zu
erwartenden Veränderungen machen. Die Zahlen bezüglich der betroffenen
Mannschaften sprechen hier eine deutliche Sprache. Nach unserer Meinung fehlen
den definierten Zielen der "Reform" die Argumente die belegen, das es
nach der "Reform" deutlich besser wird. Wir schließen uns daher
der Meinung des Vorstandes an, der eine Stärkung der schwächeren Kreise
und Beibehaltung einer mittleren Verwaltungsinstanz fordert. Mit anderen Worten,
wir fordern die Vertreter des Handballkreises Ammerland auf gegen die geplante
"Reform" zu stimmen. Mit sportlichem Gruß Heinz Legal VfL
Rastede Tel. 04402/81159 Fax 04402/939871 E-Mail: heinz.legal@t-online.de
HSG
Garbsen vom 18.03.04 An den Vorsitzenden
des HK Ammerland Lieber Sportsfreund Manske,
erst einmal vielen
Dank für Eure Mail. In dem Prozess dieser enorm wichtigen Entscheidungsfindung
der zukünftigen Ligenplattform finde ich eine breite Diskussion sehr wünschenswert.Unsere
Meinung dazu wie folgt: Durch die Reform wird es die von Dir beschriebenen
Auswirkungen mit Sicherheit geben. Auch unsere 1. Damen in der KOL wären
betroffen. Allerdings sehen wir das durchaus positiv. Und das aus verschiedenen
Gründen: 1. das Spielniveau in den letzten Jahren hat in der KOL rapide
abgenommen 2. eine höhere Ausgewogenheit in den Spielklassen käme
allen Mannschaften zugute 3. eine auf KOL-Ebene erreichte hohe Qualität
lässt die Talente in unserer Region 4. die notwendigerweise bei hoch
spielenden Teams langen Fahrten werden reduziert 5. die Nachwuchsarbeit
wird von einem höherem Niveau gebildet, so das die Sprünge in Bezirk
und höher leichter fällt 6.mit dem Wegfall der Bezirksebene
ist geplant, Verwaltungskosten in einem fünfstelligen Bereich zu sparen.
Unserer
Meinung nach bilden nicht die neuen Spielklasseneinteilung die größten
Probleme, sondern die 'Pöstcheninhaber' , die seit eh und je darauf sitzen und
nur ungern abgeben möchten. Diese Funktionärsmentalität hemmt oft
den Fortschritt und hindert sinnvolle und notwendige Erneuerungen. Ich gehe
aber davon aus, das dieses nicht auf Euch zutrifft. Denke immer daran, das
die Sportler im Vordergrund stehen sollten. Mit sporlichen Grüßen Klaus
Müller 1. Vorsitzender HSG Garbsen zurück HSG
Wiefelstede/Neuenkruge vom 13.03.04
Verbandstag
HVN am 27.03.2004 Hallo
Manfred, seitens der HSG kann ich mich nur gegen die vorgesehene Strukturreform
wenden. Ich meine, dass die Ammerländer Mannschaften dieses auf der letzten
sportpraktischen Arbeitstagung auch zum Ausdruck gebracht und den Delegierten
ein entsprechendes Votum mit auf den Weg gegeben haben. Gegen
eine Reform und auch Verschlankung des Verbandsapparates wird man sich langfristig
sicherlich nicht verschliessen können. Nur in dieser (brutalen) Form sollte
man so etwas nicht angehen. Aus Sicht der HSG Wiefelstede/Neuenkruge ist es nicht
nachvollziehbar, dass aus 4 Ligen(Weser-Ems-Liga und 3 Bezirksligen) eine Landesliga
gemacht werden soll. Dieses wird meines Erachtens wie bei der Abschaffung der
Bezirksklassen nur dazu führen, dass sich noch mehr Spieler/innen und infolge
dessen Mannschaften vom Handballsport verabschieden. Sicherlich wird auf Kreis-
oder HKSG-Ebene auch Handball gespielt. Nur nimmt man vielen Spieler/innen dadurch
einiges an Tradition und Identifikation. Die Motivation statt in der Weser-Ems-Liga
in der Kreisoberliga zu spielen dürfte deutlich geringer sein. Die
Verfasser dieser Reform haben sicherlich an die Mannschaften den Oberligen und
in der Regionalliga gedacht. Das Gespür für die unterklassigen Mannschaften,
und dieses ist die Masse, haben sie vermissen lassen. Alternativen habe ich momentan
auch nicht auf Lager. Wenn der HVN den Spielbetrieb straffer organisieren möchte
so sollte dieses zumindest nicht nach der Hauruckmethode erfolgen sondern mehr
schrittweise. Als erster Schritt wäre denkbar, dass man z.B. aus drei Bezirksligen
zwei macht. In einem weiteren Jahr könnte man die Weser-Ems-Liga auflösen
oder ähnlich. Dieses wäre eine schrittweise Methode mit der die Vereine
sicherlich besser umgehen können. Parallel dazu könnte der Verwaltungsapparat
zurückgefahren werden wie dies auch immer geplant ist. Grundsätzlich
bleibt festzuhalten, dass ich gegen diese Änderung bin (das Wort "Reform"
möchte ich hierbei nicht verwenden) und dich und die Delegierten bitten,
dieses auf dem Verbandstag durch euer Votum entsprechend zu dokumentieren. Mit
sportlichem Gruß gez.: Friedrich Schmacker Hallo
Mike, in deinem Beitrag zur Strukturdebatte sehen wir die Positon des
Handballkreises Ammerland bestätigt. Wir sollten unbedingt Kontakt halten,
denn ich habe den Eindruck, dass die Strukturkommission alle unbequemen Stimmen
übergeht. Wenn die Kreise abgeschafft werden, ist der Handball auf dem
Weg in die Bedeutungslosigkeit. Damit haben sich wohl einige Leute in
höheren Funktionen abgefunden. Doch ich denke, bis zum Verbandstag lässt
sich noch einiges bewegen! Wie ist die Stimmung in eurem Kreis? Unsere Meinung
ist auch unter www.handballkreis-ammerland.de einzusehen. Bitte um Kontakt.
MfG, Dietrich Liße Hallo Dietrich, meine persönliche
Meinung und die des Kreises Ammerland decken sich in wesentlichen Punkten.
Ich bin sicher, dass die HSG Bremervörde/Stade als betroffener Kreis
insgesamt eine ähnliche Position einnimmt. Nur die Diskussion kommt
nicht in Gang. Deine Email war die erste Reaktion, die ich wohl auf meinen
Gästebucheintrag auf unserer Kreishomepage erhalten habe. Seit einigen
Tagen steht jetzt ein etwas längerer Beitrag von mir unter dem Punkt
Strukturreform zur Diskussion. Reaktion bisher null. Ich fürchte viele
sehen die Tragweite der Beschlüsse nicht. Andere und zwar die Vertreter
der Kreise mit den größten Problemen, begrüßen sie, weil
es ihnen endlich ermöglicht wird, die Stellung, die sie so lange ohne
große Unterstützung gehalten haben und dabei erkennen mussten,
dass es an allen Ecken bröckelt, aufzugeben. Die Stärkung der
Kreise, wie wir sie fordern bedeutet, dass wir von den Vertretern der kleinen
und problembeladensten Kreise noch mehr Einsatz verlangen. Das muss geschehen;
macht aber nur Sinn wenn Wege zur effektive Unterstützung gefunden werden.
Mein Verein der TuSV Bützfleth funktioniert, weil die Handballabteilung
mit engagierten Mitarbeitern gesegnet ist. Ein beträchtlicher Teil meiner
Freizeit fließt in die Abteilung, mehr - also zusätzliche Arbeit für
die Verwaltungsstruktur des Verbandes - kann ich nicht leisten. Dieses gilt
sicher für die meisten engagierten Vereinsvertreter. Unser Kreis ist
immer noch leistungsfähig, weil auch dort engagiert gearbeitet wird.
Es kneift manchmal. Natürlich im Bereich der A- und B-Jugend. Und im
Herrenbereich spielen wir nur noch mit vier Klassen auf Kreiebene statt früher
fünf. Nur, ich bin Jahrgang 1961. Zu meiner Jugendzeit spielten wir noch
im Sommer eine Kleinfeldrunde, weil es kaum Sporthallen im Kreisgebiet gab.
Zu meiner A-Jugendzeit verpassten wir den Aufstieg und spielten mit drei anderen
Mannschaften auf Kreisebene. Im Herrenbereich wurde zu dieser Zeit in zwei
Kreisklassen gespielt. Ich gehöre noch zu den geburtenstarken Jahrgängen.
Trotz der später folgenden schwachen Jahrgänge hat sich Handball
nach vorne entwickelt. Man hätte jedoch
erkennen müssen, dass
ein Abnehmen der Mannschaftszahlen durch die
Jahrgangsstärken vorprogrammiert
war. Ein weiterer wichtiger Punkt: Wir beginnen heute mit den Minis. Diese
Jugendlichen haben, wenn sie in der A-Jugend angekommen sind, zehn Jahre Handball
hinter sich. Für viele, die bisher nicht den großen Erfolg
gehabt haben, reicht es dann auch. Es fehlen uns im unteren Leistungsbereich
die Spieler und Mannschaften. Oben haben wir derzeit noch genug. Was können
wir tun? Es muss der Widerstand aus den starken Kreisen organisiert werden
und den "Pflegefällen" müssen Alternativen angeboten werden.
Nach den mit dem Immobilienkauf in Hannover gemachten Erfahrungen bin ich
jedoch skeptisch. Setze Dich doch mit unserem Abteilungsleiter Rudi Ohm Email:
ohmstd@freenet.de in Verbindung. Er ist auch stellvertretender Vorsitzender
des Kreises. Ich bin auch bereit in einer kreisübergreifenden Komission
mitzuarbeiten, Vorschläge zu machen und ein Gegenkonzept zu entwickeln.
Nun sind Visionen gefragt. Mit besten Wünschen für das
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